Im Rombergpark lebt 50er-Jahre-Architektur wieder auf

Café Orchidee

Der nostalgische Namens-Schriftzug am Café Orchidee im Rombergpark ist erneuert worden. Seit Mittwoch sieht es dort wieder wie anno 1958 aus. Die Neon-Leuchtschrift dürfte bei vielen Gästen Erinnerungen an ihre Kindheit wachrufen. Und es ist nicht die einzige Neuerung.

BRÜNNINGHAUSEN

, 30.06.2016, 13:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Rombergpark lebt 50er-Jahre-Architektur wieder auf

Seit Mittwoch wieder wie anno 1958: Der Schriftzug Orchidee über dem Café-Eingang.

„Das ist so ein Generationen-Ding“, sagt Dr. Patrick Knopf, schaut zufrieden zum eben montierten nostalgischen Namens-Schriftzug hoch und freut sich auf den Abend. Nach Einbruch der Dunkelheit wird er erneut vor dem Café Orchidee stehen und sich über die historische Neon-Leuchtschrift über dem Eingang freuen. Auch der Leiter des Rombergparks war als Kind an der Hand seiner Eltern dort, schlich durch den Süden des Botanischen Gartens und entdeckte seine Schwäche für die Pflanzenwelt.

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Zwei Jahre, bevor das denkmalgeschützte Café mit den Pflanzenschauhäusern im Rücken 60 Jahre alt wird, lebt die 50er-Jahre-Architektur des Gesamtensembles samt Terrasse und den Wasserbecken wieder auf. Seit seinem Dienstantritt 2014 gibt Dr. Knopf Vollgas. In die technische Renovierung der 1100 Quadratmeter großen Pflanzenschauhäuser, früher Tropenhäuser genannt, flossen fast seit 2005 fast 600.000 Euro.

Nostalgisches Fleckchen Grün

Das 230 Quadratmeter große Café Orchidee zieht mit seiner großzügigen Terrasse und insgesamt 543 Plätzen immer mehr Erholungssuchende in dieses nostalgische Fleckchen Grün von Dortmund. Bald wird auch der alte Ausgang aus den Tropenhäusern neben der Café-Terrasse, jetzt noch vergammelt und undicht, nicht mehr wiederzuerkennen zu sein. In drei Wochen beginnen die Arbeiten zur Entglasung der kaputten Altsubstanz, dann zur Neuverglasung und schließlich die Bepflanzung mit echten Hochgebirgsbewohnern. Flora, der es erst ab 3500 Metern über dem Meer gut geht, wird dann dort zu studieren sein.

Bleiben noch 700 Quadratmeter Wiese hinterm Gewächshaus und nur zugänglich über das Kakteenhaus: Das ist auch gut so, denn darauf will Knopf lauter Exoten pflanzen. Man kommt nur hin mit der Eintrittskarte für die Schauhäuser, was es Dieben, die sonst bei Nacht und Nebel den halben Rombergpark leer klauen, schwerer macht.

Südlich der Terrasse soll sich eine Spielfläche für Kinder anschließen. Die Bezirksvertretung Hombruch spendiert dafür 6500 Euro. Umso grimmiger blickt Bezirksbürgermeister Hans Semmler, wenn er Richtung Zoo deutet. Für den neuen Eingangsbereich flossen aus Hombruch über 40.000 Euro. Der Umbau sollte längst erledigt sein. Ist er aber nicht.

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