Im Schauspielhaus stehen viele Sanierungen an

Verlängerte Sommerpause

Wie praktisch alle Theaterhäuser in der Umgebung ist auch das Schauspielhaus Bochum ein Sanierungsfall. Um genug Zeit für die anstehenden Arbeiten zu finden, denken Theater und Stadtverwaltung über verlängerte Sommerpausen nach.

BOCHUM

, 04.09.2016, 13:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf das Bochumer Schauspielhaus kommen viele Sanierungen zu.

Auf das Bochumer Schauspielhaus kommen viele Sanierungen zu.

Wie praktisch alle Theaterhäuser in der Umgebung ist auch das Schauspielhaus Bochum ein Sanierungsfall. Um genug Zeit für die anstehenden Arbeiten zu finden, denken Theater und Stadtverwaltung über verlängerte Sommerpausen nach.

„Theater haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, mit Sanierungen umzugehen“, sagt Matthias Nowicki, kaufmännischer Direktor des Schauspielhauses. „Entweder sie sanieren im Bestand und während der sechswöchigen Sommerpause oder sie schließen uns spielen in Interims-Spielstätten wie es zum Beispiel in Köln geschieht.“

Ewigkeitsbaustelle

Weil die Interimslösung sehr teuer und zeitlich unüberschaubar ist, hat man sich in Bochum für erstere Variante entschieden – was das Theater zur Ewigkeitsbaustelle macht. Im vergangenen Sommer hat das große Haus eine neue Drehbühne erhalten. Diesen Sommer wurde das Tanas und damit das gesamte Foyer der Kammerspiele saniert: Das Restaurant hat jetzt eine neue Küche und neues Mobiliar und eröffnet voraussichtlich noch diese Woche. Außerdem steht die Abendkasse nun spiegelsymmetrisch gegenüber der Küche direkt am linken Eingang.

„So stehen die Besucher nicht mehr mitten im Raum“, erklärt Nowicki die Verbesserung. Die neue Kasse sei zudem offener gestaltet, publikumsnäher. Die nächsten Großbaustellen, die auf das über 60 Jahre alte Schauspielhaus zukommen, sind die Sanierung der Decke im Zuschauerraum der großen Bühne, der Austausch von Fußböden, die Ersetzung eines Aufzugs und die mögliche Erneuerung von Portal und Maschinerie.

Deckensanierung

„Wir planen gerade generalstabsmäßig für die nächsten sechs oder sieben Jahre“, sagt Matthias Nowicki. Wahrscheinlich werden allein in den kommenden Jahren rund fünf Millionen Euro für Sanierungen benötigt – und eine verlängerte Sommerpause für die Deckensanierung.

„Wenn so etwas wie ein Intendantenwechsel ansteht, könnte man zum Beispiel einen Monat eher aufhören und einen Monat später anfangen“, sagt der kaufmännische Direktor. Denkbar ist deshalb, dass Olaf Kröcks Zwischenspielzeit 2017/18 um einen Monat verkürzt wird oder Johan Simon etwas später eröffnet