Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Im Trödelparadies

MARTEN Die Umweltwerkstatt hat sich nicht nur zu einem zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb gemausert, sie ist auch ein Paradies für Sammler und Schnäppchenjäger.

von Von Matthias vom Büchel

, 03.10.2007

 Denn neben zahlreichen anderen Aufgaben kümmert sich das CJD auch um Haushaltsauflösungen. "Das Prinzip ist ganz einfach", erklärt Manfred Trinkert, Leiter der Umweltwerkstatt. "Für alles was wir entrümpeln müssen, zahlt der Kunde. Möbel oder Haushaltsgegenstände, die wir weiter verkaufen können, ziehen wir von den Kosten wieder ab." So verfügt der Möbel-Trödelmarkt nicht nur über Couches, Tische oder Lampen, sondern auch über Gläser, Geschirr, Bestecke, Bücher, Schallplatten und vieles mehr: Ein wahres Paradies für Menschen, die gern stöbern und preiswert etwas Gebrauchtes kaufen möchten.

Gleich im Eingangsbereich erwartet die Besucher ein großer Glaszylinder, voll mit Puppen aller Größen und Epochen. Ein paar Meter weiter ein Regal mit Thermoskannen, darunter Töpfe, zu haben ab einem Euro.

Auch Bücherfreunde finden garantiert den einen oder anderen Schmöker, denn es gibt Lesestoff in Hülle und Fülle, vom Klassiker bis zum Roman. Ebenfalls ein El Dorado für Sammler ist eine riesige Schallplatten-Sammlung. "Da habe ich auch schon so manches für den eigenen Plattenschrank entdeckt", berichtet Manfred Trinkert.

Ein paar Meter weiter erwarten den Besucher ein Berg Hüte, Tischdecken, sogar Handtücher und Bettwäsche. Doch der Eindruck, dass der Trödelmarkt alles verkauft, was bei Wohnungsauflösungen anfällt, täuscht. "Oft sind die Möbel so unmodern, dass sie niemand mehr will. Die Leute sind dann ganz erstaunt, dass wir sie nur noch entsorgen können", berichtet Manfred Trinkert. Eine echte Antiquität war hingegen noch nie in einer Wohnung zu finden. "Da sind die Verwandten schneller", schmunzelt Trinkert.

Dafür bleiben dem Jugenddorf die kleinen Schätze für den täglichen Bedarf oder einfach Gegenstände, die Erinnerungen wecken, wie Jugenddorf-Sprecherin Mechtild Ronge berichten kann. "Oft klatschen Besucher vor Freude in die Hände, wenn sie bei uns Ersatz-Teller oder Tassen für ihr liebstes Kaffeeservice finden, das es im Geschäft längst nicht mehr gibt."

  

Schlagworte: