Imker aus Derne liebäugeln mit Forsthaus im Rahmer Wald

Traumimmobilie

Der Imkerverein Derne hat seine Traumimmobilie gefunden: Es ist das leerstehende Forsthaus im Rahmer Wald. Warum die Bienenfreunde aus Dortmunds Nordosten umgekehrt die idealen Mieter wären, lesen Sie hier.

WESTERFILDE

, 04.02.2016 / Lesedauer: 2 min
Imker aus Derne liebäugeln mit Forsthaus im Rahmer Wald

Kürzlich besichtigte der Vorstand des Derner Imkervereins das Forsthaus im Rahmer Wald.

„Das Forsthaus wäre für uns ein großer Glücksfall“, schwärmt Klaus Borowski, Vorsitzender des Imkervereins Derne. Denn Größe und Lage seien ideal für ein Vereinsheim, das den Derner Bienenfreunde bislang noch fehlt, erklärt der 64-Jährige. Profitieren würden davon aber nicht nur die derzeit 30 Mitglieder zwischen 18 und 85 Jahren, versichert Klaus Borowski. Denn mit jeder Menge Manpower würde man das Forsthaus und seine Umgebung wieder herrichten, um es in ein beliebtes Ausflugsziel mit Imkerschule, Ausstellungen und einem bienenfreundlichen Garten zu verwandeln.

"Umweltbildung und Umweltschutz"

„Wenn es um die zukünftige Nutzung des Forsthauses geht, spielen die Begriffe Gemeinnützigkeit, Wald- oder Umweltbildung und Umweltschutz eine wichtige Rolle. Wir als Imkerverein passen genau in das geplante Konzept“, sieht Klaus Borowski generell gute Karten für seinen Verein.

Folgende Ideen hat der Verein, die er am neuen Standort umsetzen würde:

  • Ausbildung von Imkern
  • Besucherführungen
  • Intensivierung der bisherigen Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten. Nutzen könnten das Imkerzentrum natürlich auch die Studenten der Biologie, die der Traditionsverein, der über 100 Bienenvölker besitzt, schon lange durch Praxisanleitungen unterstützt.

Alte Tradition aufleben lassen

Klaus Borowski nennt noch ein weiteres Argument, das für die Derner Imker spricht: „Früher war in der Nähe des Forsthauses der Imkerverein West beheimatet“, weiß Borowski. So würde man im Rahmer Wald eine alte Tradition wiederbeleben.

Zu stemmen seien die Pläne aber nur mit öffentlichen Geldern. „Deshalb hoffen wir auf die Unterstützung der Politik“, appellierte der Vereinsvorsitzende. Für den Erhalt des Forsthauses auf Westerfilder Gebiet hat sich die Bezirksvertretung Mengede schon längst ausgesprochen. Derzeit ist sie bemüht, das Forsthaus als „Nordwärts“-Projekt auf den Weg zu bringen. Mit der ersten  Projektgeneration hat es nicht geklappt.

Bezirksbürgermeister hat Finanzierungsidee

Um Zeit zu gewinnen, sieht der Mengeder Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch noch eine andere Finanzierungsmöglichkeit: Man könne versuchen, für die Sanierung des Forsthauses Fördergelder über das Integriertes Stadtentwicklungskonzept Westerfilde/Bodelschwingh zu erhalten.

Laut Verwaltung wird das Gebäude an der Buschstraße 45 nicht mehr für eine forstbetriebliche Verwendung benötigt.
Mitarbeiter des Forstbetriebs wollen dort auch nicht einziehen.
Aktuell zuständig für das Forsthaus im Rahmer Wald ist die Immobilienverwaltung.