Immer mehr Reichsbürger in NRW - Experten befürchten gewalttätige Straftaten

Reichsbürger

Die Zahl der Reichsbürger ist weiter gestiegen. Rund 3200 Menschen in NRW erkennen den Staat nicht an, 109 davon besaßen im Jahr 2018 Waffen. Experten befürchten weitere gewalttätige Straftaten.

NRW

17.01.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reichsbürger erkennen das Gesetz nicht an.

Reichsbürger erkennen das Gesetz nicht an. © dpa

Ende 2018 seien 3200 Reichsbürger in NRW verzeichnet worden, heißt es in einem Bericht für den Innenausschuss des Landtags am Donnerstag. Noch im vergangenen April war die Zahl mit 2750 angegeben worden.

109 Reichsbürger hatten dem Bericht zufolge zum Stand Ende Juni 2018 Waffenerlaubnisse. Ihre Entwaffnung schreitet voran. So seien Ende Juni gegen 56 Personen noch nicht abgeschlossene Widerrufsverfahren bei den Waffenbehörden anhängig gewesen.

Gewalt als Mittel des „Selbstschutzes“

Reichsbürger oder sogenannte Selbstverwalter erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Zumindest in Teilen der Szene herrsche die Auffassung vor, „die eigene Ideologie im Sinne eines vermeintlichen Selbstschutzes unter Gewaltanwendung zu verteidigen“, heißt es in dem Bericht. Es seien weitere gewalttätige Straftaten zu befürchten.

dpa


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