Impfstudie in Siegen-Wittgenstein verschoben - Erlass fehlt

Coronavirus

Im Kreis Siegen-Wittgenstein muss kurzfristig eine Impfstudie verschoben werden. 30.000 Schüler ab zwölf Jahren sollten bevorzugt geimpft werden, doch eine wichtige Genehmigung fehlte.

Siegen

13.07.2021, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein zwölfjähriges Mädchen wird in einer Arztpraxis mit dem Serum von Biontech/Pfizer geimpft.

Ein zwölfjähriges Mädchen wird in einer Arztpraxis mit dem Serum von Biontech/Pfizer geimpft. © picture alliance/dpa

Die Impfstudie im Kreis Siegen-Wittgenstein muss verschoben werden. Da die Genehmigung des NRW-Gesundheitsministeriums bislang nicht schriftlich vorliege, müsse der Start der Studie abgesagt werden, teilte der Kreis am Montag in Siegen mit. Wissenschaftlich begleitet sollten im Kreis von diesem Dienstag an rund 30.000 Schüler ab zwölf Jahren und Studierende bevorzugt geimpft werden.

Sobald die offizielle Genehmigung für die Impfstudie in Form des erwarteten Sondererlasses vorliege, werde es einen neuen Termin geben, hieß es in Siegen. Die Forschenden der Universität des Saarlands und der Universitäts-Kinderklinik Bochum wollen mit der vergleichenden Untersuchung herausfinden, wie sich eine solche Querschnittsimpfung auf das Infektionsgeschehen auswirkt.

In einer Befragung wollen sie zudem etwas über die Impfbereitschaft herausfinden sowie weitere Daten ermitteln. Aus Sicht der Mediziner, die die aktuelle Impfstudie betreuen, überwiegt der Nutzen einer Corona-Impfung auch in der jüngeren Altersgruppe das Risiko schwerer Nebenwirkungen. Das zeigten die Impfkampagnen für Jüngere etwa in den USA, sagten sie.

dpa

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