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In Bochum steigt die Zahl der Freibeuter

Piratenpartei

Sie tragen weder Kopftuch noch Augenklappe und nicht alle von ihnen sind Informatik-Studenten: Die Bochumer Piratenpartei wehrt sich gegen Klischees – und gegen verstaubte Lokalpolitik.

BOCHUM

von Von Ines Eckermann

, 24.09.2011 / Lesedauer: 2 min
In Bochum steigt die Zahl der Freibeuter

Die Bochumer Piraten machen sich bereit, das Rathaus zu entern: André Kasper, Monika Pieper, Simone Brand und Max Zellmer (v.l.n.r.).

Die Bochumer sollen mehr in die Entscheidungen der Machthabenden eingebunden werden. Dazu müssten zunächst die zur Debatte stehenden Informationen öffentlich gemacht werden. „Transparenz“ ist das Schlagwort der Piratenpartei und der Enterhaken, mit dem sie das Bochumer Rathaus stürmen wollen. „Wir sind keine visionären Spinner“, sagt Monika Pieper. Denn obwohl sie als bekennender Internetmuffel in der Piratenpartei etwas aus dem Rahmen fällt, hält Pieper Transparenz gerade im Internetzeitalter für leicht realisierbar. Die Politiker müssten nur wollen. „Wir haben es noch nie so leicht gehabt wie heute, alle Leute mit einzubeziehen, zum Beispiel über Internetforen“, sagt Brand. Auch in der eigenen Partei halten sie die Ideale der Demokratie hoch und die Hierarchien flach: „Hier muss man sich nicht hochdienen“, meint Pieper. Man gehe einfach zum Stammtisch und könne Ideen einbringen.

Doch es geht nicht nur um die politische Theorie: Auch ganz praktisch und für jeden sichtbar soll sich in Bochum etwas ändern: Das Bermuda3Eck soll wieder zu einem öffentlichen Raum werden. „Mittlerweile ist es kommerziell und langweilig geworden“, so André Kasper. Die Sitzbänke, wo sich auch Schüler und Studenten mit wenig Geld treffen konnten, wurden von Biergärten verdrängt. Und auch öffentliche Grillplätze solle es wieder geben. Bochum müsse wieder öffentlich werden, sind die Piraten überzeugt. Am Samstag informieren die Piraten am Infostand auf der Kortumstraße.