In Wittener Kinder- und Jugendtreffs droht Personalnot

Brief vom Kreis

Den vier städtischen Kinder- und den sechs Cliquentreffs droht Personalnot. Es fehlen Ergänzungskräfte, zu deren Einstellung der Kreis vermutlich bis zur geplanten Verabschiedung eines neuen Haushalts nicht mehr zustimmen wird.

WITTEN

von Von Beatrice Haddenhorst

, 26.11.2011, 09:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Haushalt soll aber, wie gerade festgelegt, erst im Sommer 2012 für zwei Jahre beschlossen werden. „Das könnte in den Kinder- und Jugendeinrichtungen ganz schnell dazu führen, dass wir den Betrieb nicht mehr wie gewohnt aufrecht halten können. Gerade bei den Studenten gibt es eine hohe Personalfluktuation. Wenn wir da nicht nachbesetzen können, wird es eng“, erläutert Jutta Schmidt. Das mit viel Mühe und Aufwand erst kürzlich auf die Beine gestellte Konzept für die Jugendarbeit, so Schmidt weiter, funktioniere mit den absoluten personellen Mindestanforderungen: „Noch mehr Abstriche sind nicht möglich. Wenn jetzt Personal wegfällt, kann man eigentlich nur noch über Kürzungen der Öffnungszeiten nachdenken.“

Besonders belastend sei die unklare Situation, so Schmidt, für die festen Mitarbeiter: „Die Einrichtungen brauchen eine Jahresplanung, etwa wenn es darum geht, ob Kinderferienbetreuung angeboten wird. Aber wie soll man planen, wenn man nicht weiß, ob man demnächst noch genug Personal hat?“ In den nächsten Tagen wird es Gespräche mit der Kommunalaufsicht geben und im Jugendamt hofft man, dass sich danach alles weniger düster darstellt. Die Probleme in den Jugend- und Kindertreffs betreffen übrigens nur die städtischen Einrichtungen. Mit den freien Trägern gibt es feste Verträge bis 2014, die die Kommunalaufsicht nicht angreifen kann.