Informationsveranstaltung zu A43-Ausbau

Bezirksvertretungen

Die Sommerferien sind vorbei und damit beginnen auch wieder die politischen Gremien mit ihrer Arbeit. In den Bezirksvertretungen ging es unter anderem um den Ausbau der A43, die Femlinde in Sevinghausen und ein verfallenes Hotel.

BOCHUM

, 27.08.2015, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der Fertigstellung des Westkreuzes und dem sechs-streifigen Ausbau der A40 müssen sich die Pendler auf den Autobahnen rund um Bochum bald auf die neue Großbaustelle einrichten. Zwischen dem Autobahnkreuz Bochum/Witten und der Anschlussstelle Recklinghausen/Herten wird nun auch die A43 sechs Fahrstreifen bekommen. Über die anstehenden Bauarbeiten informiert der Landesbetrieb Straßen.NRW am Dienstag, 29. September, zunächst die politischen Gremien der Stadt. Eine Informationsveranstaltung für Bürger ist für den 20. Oktober geplant.

Wer derzeit vom Hellweg aus in Richtung Helfs Hof geht, hat es vermutlich bereits bemerkt: Die Femelinde ist nach den Stürmen und Unwettern der letzten Jahre in einem denkbar schlechten Zustand. Nicht zuletzt der Heimat- und Bürgerverein Wattenscheid setzt sich deshalb für die Pflege der Linde ein und will sie vor einem möglichen Verlust schützen. Doch wie nun aus einer Mitteilung in der Bezirksvertretung Wattenscheid hervorgeht, ist die Sicherung der Linde kein besonders leichtes Unterfangen. So ist der Baum nicht besonders schützenswert, weil es sich bei ihm keineswegs mehr um die originale Femelinde handelt.

Auf Privatgrundstück

Ursprünglich tagten im Mittelalter Gerichte unter besonders markanten Bäumen. Verhandelt wurden dabei oft schwere Straftaten. Noch heute existierende Fembäume sind daher nicht nur ein Symbol für die Entwicklung der Gerichtsbarkeit in Europa, sondern auch Gedenkort für die Hingerichteten. Auch in Wattenscheid stand so ein Baum, doch er stürzte bei einem Unwetter im Januar 1931 um. Die heutige Linde ist daher eine Neupflanzung ohne besonderen historischen Wert. Zudem steht sie auf einem Privatgrundstück, was eine Pflege durch städtische Betriebe ausschließt.  

Seit Jahren steht das Gebäude des ausgebrannten Hotels am Südpark leer – und wird es auch vorerst bleiben. Eine Bauvoranfrage eines Investors, der eine Nutzungsänderung in ein Café und Wohnungen anstrebte, wurde 2014 von der Stadt abgelehnt. Die Stadt vertritt die Auffassung, dass das Grundstück dem sogenannten Außenbereich nach § 35 BauGB zuzuordnen ist. Daraus ergeben sich für eine geplante Umnutzung hohe Hürden. So müsste unter anderem das bestehende Gebäude erhalten werden und eine Neubebauung des Grundstücks wäre untersagt. Gegen diese Entscheidung ist der Investor gerichtlich vorgegangen. Das Verfahren beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen sei noch nicht abgeschlossen, heißt es in einer Mitteilung in der Bezirksvertretung Wattenscheid. Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, ist unklar.

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