Inge Konopka spricht in TV-Sendung mit Eckart Hirschhausen über ihre Krebs-Erkrankung

rnHirschhausens Sprechstunde

Vor zehn Jahren erkrankte Inge Konopka aus Borken an Brustkrebs. Eine schwere Zeit für die heute 62-Jährige, über die sie nun in der TV-Sendung „Hirschhausens Sprechstunde“ spricht.

von Gabi Kowalczik

Borken

, 07.01.2020, 19:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Inge Konopka ist ein Mensch, der – wie man so schön sagt – das Herz auf der Zunge trägt. Sie spricht offen aus, was sie bewegt und wie es ihr geht – auch dann, wenn es ihr mal nicht so gut geht. Wie vor zehn Jahren, als die gebürtige Pfälzerin, die nun in Hovesath lebt, an Brustkrebs erkrankte.

Eine schwere Zeit für Inge Konopka, in der sie ihre offene Art aber nie verlor, wie sie selbst sagt. „Ich habe von Anfang an auch über den Krebs offen geredet“, erinnert sie sich. Ob mit engen Freunden oder auch vor großen Gruppen – es sei für sie kein Problem, über dieses Kapitel ihres Lebens zu sprechen, betont sie. Auch nicht im Fernsehen: Am Montag, 13. Januar, ist Inge Konopka in der neuen WDR-Gesundheitssendung „Hirschhausens Sprechstunde“ zu sehen.

Eckart von Hirschhausen spricht mit Prominenten

In der vergangenen Woche kam eine Anfrage des WDR per E-Mail bei der 62-Jährigen an. Sie ist nicht nur Leiterin der Borkener Frauenselbsthilfe nach Krebs, sondern auch im Landesverband NRW aktiv. Eigentlich sei der WDR auf der Suche nach einer Frau gewesen, die erst vor Kurzem eine Krebs-Diagnose erhalten hat und gerade in der Behandlung ist, berichtet Inge Konopka.

Nachdem die Borkenerin anbot, über ihr eigenes Schicksal zu sprechen, schrieben die Autoren kurzerhand das Drehbuch um und luden Inge Konopka am vergangenen Freitag zu Dreharbeiten nach Köln ein, berichtet sie.

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In seiner neuen Sendung spricht Eckart von Hirschhausen jeweils zu einem Themenschwerpunkt mit Prominenten über deren Erkrankungen, hinzu kommen Einspieler mit Beiträgen über weitere Patienten – so wie eben auch der über Inge Konopka. Nicht auf medizinischen Fakten liegt dabei der Fokus, sondern vielmehr auf der psychologischen Situation. Darum, wie es Patienten mit ihrer Erkrankung seelisch geht.

Sie habe positive wie auch negative Erfahrungen gemacht, erzählte Inge Konopka einer WDR-Reporterin bei einem Spaziergang am Rhein in Köln, bei dem die beiden Frauen von einem Kamerateam begleitet wurden. Besonders die ersten zwei Jahre nach der Diagnose seien nicht nur körperlich, sondern auch psychisch hart gewesen.

Vor allem eine Reaktion einer guten Bekannten habe ihr schwer zugesetzt: „Wir hatten einen echt engen Kontakt. Ein paar Tage, nachdem ich ihr von meiner Krebs-Erkrankung erzählt habe, habe ich sie auf der Straße getroffen. Sie hat die Straßenseite gewechselt.“ Andere Bekannte hätten sich als sehr fürsorglich herausgestellt und würden bis heute regelmäßig fragen, wie es ihr geht, sagt Inge Konopka.

Sie ist gespannt auf die Sendung

„Hirschhausens Sprechstunde“ zum Thema „Wolfgang Bosbach und Krebs“ wird am kommenden Montag, 13. Januar, von 20.15 bis 21 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt. Inge Konopka hat den fertigen Beitrag noch nicht gesehen und sei schon sehr gespannt darauf, sagt sie. Ganz gemütlich möchte sie die Sendung mit ihrem Mann auf dem Sofa ansehen. Eckart von Hirschhausen hat die Borkenerin während der Dreharbeiten übrigens nicht getroffen, er drehte zeitgleich mit Wolfgang Bosbach.

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