Institut für Diagnostik und Lerntraining will karitativ zu Tests animieren

Leseschwäche rechtzeitig erkennen

Wie lassen sich zwei gute Dinge am besten vereinen? Indem soziales Engagement mit einer gezielten Förderung von Kindern verbunden wird: Das hat sich das Institut für Diagnostik und Lerntraining (IDL) gedacht. Nun stellte es sein neues Projekt "Jeder Test hilft" vor.

BOCHUM

von Von Verena Halten

, 15.11.2013, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ilsabe Eickhoff (Bochumer Kinderschutzbund, 2.v.l.) sowie Sabine Wagner (v.l.), Ulrike Kretschmer und Susanne Keßler vom IDL hoffen, dass das Projekt gut angenommen wird. Für jedes Kind, das an einem LRS-Testtag teilnimmt oder zu einem LRS-Test angemeldet wird, spendet das IDL einen Euro an den Kinderschutzbund.

Ilsabe Eickhoff (Bochumer Kinderschutzbund, 2.v.l.) sowie Sabine Wagner (v.l.), Ulrike Kretschmer und Susanne Keßler vom IDL hoffen, dass das Projekt gut angenommen wird. Für jedes Kind, das an einem LRS-Testtag teilnimmt oder zu einem LRS-Test angemeldet wird, spendet das IDL einen Euro an den Kinderschutzbund.

Kostenlose Teilnahme:
Der LRS-Test ist kostenlos und dauert etwa eine halbe Stunde: Gutscheine liegen in Schulen, bei Kinderärzten, beim Kinderschutzbund und beim Institut aus. Das Projekt startet mit dem nächsten LRS-Testtag am Samstag, 23. November, von 9.30 bis 14 Uhr in den Räumlichkeiten des IDL, Goethestraße 5, oder in Wattenscheid, Gertrudenhof 25. Weitere Termine, Standorte und Informationen gibt es in Internet.

Der Ortsverband des Kinderschutzbundes zeigte sich sehr erfreut über die bevorstehende Zusammenarbeit. „Wir haben selbst in unserer Hausaufgabenbetreuung mit Kindern zu tun, die unter einer LRS leiden“, sagt Ilsabe Eickhoff, zweite Vorsitzende des Bochumer Kinderschutzbundes.Brinz oder Prinz? Kipfel oder Gipfel? Vor dieser Frage stehen zahlreiche Kinder Tag für Tag. Verschiedenen Statistiken nach sogar zwischen 5 und 20 Prozent. Schuld ist eine LRS. Die Wahrnehmungsstörung sorgt dafür, dass Kinder Buchstaben, Laute und Worte beim Lesen und Schreiben nicht richtig zuordnen können. Die meisten Kinder stehen dieser Problematik hilflos gegenüber. Doch was können Eltern tun?

Eine ganze Menge, denn eine LRS lässt sich diagnostizieren und behandeln. „Das sollte aber nicht erst passieren, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist“, sagt Ulrike Kretschmer, IDL-Institutsleiterin. Oft werden die ersten Anzeichen einer LRS nicht rechtzeitig bemerkt. Dabei können Eltern diese durch kleine Tests im Alltag in Erfahrung bringen. Keßler: „Kinder, die unter einer LRS leiden, vertauschen oft Laute und Buchstaben oder lassen diese aus.“ Jedoch gibt es noch weitere Anzeichen, auf die häufig die Lehrer des Kindes aufmerksam werden. Das IDL fördert nämlich nicht nur Kinder und Eltern: Immer mehr Schulen und Lehrer nutzen die Möglichkeiten der Förderung. Auch der Kinderschutzbund zeigte Interesse daran, sich die Methoden und die Diagnoseverfahren genauer anzusehen. Sodass die Ehrenamtlichen, die etwa in der Hausaufgabenbetreuung tätig sind, noch besser auf Kinder mit einer LRS eingehen können.  

Kostenlose Teilnahme:
Der LRS-Test ist kostenlos und dauert etwa eine halbe Stunde: Gutscheine liegen in Schulen, bei Kinderärzten, beim Kinderschutzbund und beim Institut aus. Das Projekt startet mit dem nächsten LRS-Testtag am Samstag, 23. November, von 9.30 bis 14 Uhr in den Räumlichkeiten des IDL, Goethestraße 5, oder in Wattenscheid, Gertrudenhof 25. Weitere Termine, Standorte und Informationen gibt es in Internet.