Institut soll Forschung und Industrie verzahnen

Wirtschaftsförderung

Die Wissenschaft besser mit Wirtschaft und Industrie zu verknüpfen, das ist Ziel des neuen Bochumer Instituts für Technologie. Das Institut, das sich zum Großteil aus einer Stiftung finanzieren soll, will die Zahl von Ausgründungen aus der Bochumer Hochschullandschaft erhöhen und dafür sorgen, dass die vor Ort ausgebildeten Wissenschaftler in der Region bleiben.

BOCHUM

, 10.02.2015 / Lesedauer: 2 min
Institut soll Forschung und Industrie verzahnen

Opelfläche aus der Luft

Es gibt sie bereits, die Schnittstellen zwischen Forschung und Industrie. Auch in Bochum. Doch mit dem neuen Institut will die Stadt nicht in eine Konkurrenzsituation mit etablierten Einrichtungen wie dem Technologiezentrum Ruhr eintreten. „In dieser Tiefe wurde das bisher nicht gemacht“, sagt Ralf Meyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. Forscher sollen in Zukunft schneller ihre Ideen in der Wirtschaft unterbringen können, die Wirtschaft wiederum besser die Forschung in manchen Bereichen vorantreiben können. Dazu wird auch eine neue Finanzstruktur entwickelt.

Denn 74 Prozent des Budgets des neuen Instituts werden von einer Stiftung getragen, an der zwölf regionale Unternehmen beteiligt sind. Die übrigen 26 Prozent trägt die Wirtschaftsförderung – noch. „Das Institut soll sich später über Aufträge finanzieren“, so Meyer.

Ungewisser Standort

Wo sich das Institut, das laut Rahmenplan der Bildungs- und Forschungskooperation Univercity eigentlich bereits vor einem Jahr seine Arbeit hätte aufnehmen sollte, und seine Ausgründungen ansiedeln werden, ist derzeit noch ungewiss. Ein möglicher Standort ist die an der Wittener Straße gelegene Seite des Opel-Geländes. Dazu gebe es einen festen Willen, doch konkret sei diese Planung nicht.

Bis es soweit ist, wird das Institut seine Arbeit trotzdem schon einmal aufnehmen – als Netzwerk, das verschiedene Partner zusammenbringt und aufeinander einstimmt. Dazu zählt auch eine stärkere Einbindung der übrigen Hochschulen jenseits der Ruhr-Universität.