Integrationsrat nimmt neuen Anlauf

Klarheit für Kandidaten und Wähler

Einen rühmlichen Start hatte der erste Integrationsrat der Stadt nicht. Viele der in 2009 gewählten Vertreter nahmen mit der Zeit gar nicht mehr an den Sitzungen teil. Auch mit der Vorsitzenden, die letzte Woche zurückgetreten ist und die stets die mangelnde Unterstützung des Gremiums durch die Verwaltung beklagte.

von Von Susanne Linka

, 30.11.2013, 10:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Claudia Formann, Leiterin der städtischen Stabsstelle für Integration, Städtepartnerschaften und Internationale Beziehungen

Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten

Stand: Mai 2013

Claudia Formann, Leiterin der städtischen Stabsstelle für Integration, Städtepartnerschaften und Internationale Beziehungen Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten Stand: Mai 2013

Einen anderen geeigneten Kandidaten dafür sieht er im Moment noch nicht, hofft aber, dass sich einer findet: „Er sollte direkt aus der Mitte der gewählten Vertreter kommen.“ Auf zwei Listen, der Türk Birligi und der Wittener Internationalen Liste, waren die Kandidaten bei der ersten Wahl angetreten. „Wir sind in Gesprächen, ob es dabei bleibt, oder ob es diesmal eine gemeinsame Liste gibt“, sagt Suceska. Die zurückgetretene Vorsitzende Dr. Theodora Polichronidou hatte vorausgesagt, dass sich niemand mehr für dieses Gremium zur Wahl stellen werde. So schwarz sieht Suceska das nicht, doch er weiß, dass es schwierig ist.

Im Integrationsrat habe es auch gehakt, weil alle Gewählten unerfahren gewesen seien. Auch er selbst habe erst vor einem Jahr an einer Schulung teilgenommen, die sich als sehr nützlich erwies. Bei der Jahresabschlussfeier hat er jetzt mit den verbliebenen Aktiven beschlossen, dass für den Wahlkampf Flyer gedruckt werden. Sie sollen den wahlberechtigten Ausländern erklären, welche Aufgaben der Integrationsrat hat, aber auch den Kandidaten klar die Grenzen und Möglichkeiten seiner Arbeit aufzeigen. Auch die Integrationsbeauftragte Claudia Formann (Foto) sieht für die Neuwahl im Mai noch eine Basis: „Wir wünschen uns eine gute Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat.“ Dass er für den Geschmack mancher eine zu geringe Entscheidungsbefugnis hat, sei nicht zu ändern: „Das liegt an den Gesetzen.“ Doch gemeinsam lasse sich einiges auf den Weg bringen.

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