Interview über den Wert von Einwohnerfragestunden

Bezirksbürgermeister Hans Semmler

Eine Mutter und ihre Tochter aus Eichlinghofen nutzten am 18. April 2016 die Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung in Hombruch, um auf ein Spielplatz-Problem an der Persebecker Straße hinzuweisen. Im Interview erklärt der Bezirksbürgermeister Hans Semmler, wie wichtig die Fragestunden sind.

EICHLINGHOFEN

, 19.05.2016 / Lesedauer: 3 min
Interview über den Wert von Einwohnerfragestunden

Hombruchs Bezirksbürgermeister Hans Semmler.

Herr Semmler, welche Bedeutung haben die Einwohnerfragestunden für Sie?

Die Einwohnerfragestunden gibt es seit etwa 15 Jahren. Für uns Lokalpolitiker sind sie sehr wichtig. Wir erfahren aus erster Hand, wo den Bürgern der Schuh drückt, denn es gibt einen direkten Kontakt zwischen uns und ihnen.

Wenn ein Bürger die Einwohnerfragestunde nutzen will: Wann hat er Gelegenheit dazu?

Während der Sitzungen an zwei Terminen: Um 14.30 Uhr, also gleich zu Beginn, und nach der Pause, so gegen 16.30 oder 17 Uhr.

Wo drückt denn meistens der Schuh?

Häufig geht es um Verkehrsthemen: Weil Autofahrer zu schnell fahren oder falsch parken. Manchmal ist es auch der schlechte Zustand der Straßen, der die Bürger zu uns führt.

Wie reagiert die Bezirksvertretung darauf?

Wir hören erst einmal gut zu. Erkennen wir ein Problem, schalten wir die Verwaltung dazu, damit sie das Problem löst.

Wie löst die Bezirksvertretung das Spielplatz-Problem in Eichlinghofen?

Zunächst einmal: Ich bin der Mutter und ihrer Tochter sehr dankbar, dass sie das Thema öffentlich gemacht hat. Leider ist das nicht das einzige Spielplatz-Problem in unserem Stadtbezirk. Die Verwaltung hat teilweise vor Jahren schon gefasste Beschlüsse immer noch nicht umgesetzt. Mit dem neuen Rahmenvertrag der Stadt Dortmund mit Spielgeräte-Herstellern soll jetzt alles viel schneller gehen. Wir hoffen aus mehr Tempo.

Wie bleiben Sie dran an dem Thema?

Wir erwarten einen Bericht von der Verwaltung. Sie muss uns darüber informieren, was eine neue Kletteranlage für den Spielplatz kostet.

Der Holzturm ist marode und zurzeit aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das Jugendamt selbst hat nicht das Geld für einen schnellen Ersatz. Was kann die Bezirksvertretung tun?

Aus unserem Etat können wir etwa 10.000 Euro zur Verfügung stellen. An der Ostenberg-Grundschule und für den Hombrucher Marktplatz haben wir ähnlich entschieden.

Wann ist eine Übergabe möglich?

Einen genauen Termin kenne ich nicht – aber: wir sind da hinterher. Immerhin haben wir einen Faustpfand.

Was für einen Faustpfand?

Es war eine Bürgerin, die einen Wunsch geäußert hat.

Nächster Termin der Bezirksvertretung Hombruch ist der 14. Juni (Dienstag). Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 14.30 Uhr. Einwohner können wenige Minuten nach Beginn der Sitzung ihre Fragen stellen und Anregungen geben. Das Rederecht erteilt der Bezirksbürgermeister. Ort: Bezirksverwaltungsstelle, Domänenstraße 5.