Investor meldet Entschädigungs-Anspruch in Millionenhöhe an

Ehemaliges Wickmann-Gelände

WITTEN Entschädigungs-Ansprüche in Millionenhöhe will Investor Michael Schöpke von der Stadt einklagen. Dies macht sein Anwalt, Reinhard Schauwienold, im Vorfeld der Ratssitzung am kommenden Montag, 7. Dezember, nochmals jedem einzelnen Mandatsträger deutlich.

von Von Lisa Timm

, 02.12.2009, 17:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Ernstings family" wollte Michael Schöpke...

"Ernstings family" wollte Michael Schöpke...

In dem Schriftsatz des Anwaltes, der jedem Ratsvertreter zugegangen ist, heißt es unter anderem: "Entgegen den insoweit zutreffenden Darlegungen der Verwaltung in der Vorlage vom 11.11.2009 hat Herr Schöpke im 'berechtigten Vertrauen' auf den Bestand des damals rechtsgültigen Bebauungsplanes erhebliche Aufwendungen getätigt, die jetzt von der Stadt Witten als 'Vertrauensschaden' zu ersetzen sind, sollte der Bebauungsplan Nr. 216 für Witten-Annen mit der Beschränkung auf nicht-zentrenrelevante Ware vom Rat der Stadt Witten verabschiedet werden."

Insgesamt fordert Schöpke über 3,5 Millionen Euro Entschädigungs-Kosten von der Stadt. Anwalt Schauwienold appelliert an die Mandatsträger: "Für die alten wie aber auch die neuen Ratsmitglieder gilt es jetzt, ihre Kontrollrechte gegenüber der Verwaltung nachhaltig wahrzunehmen, und zwar zum Wohle der Stadt Witten. Lohnt es sich wirklich, einen Bebauungsplan zu realisieren, der das Risiko hoher Entschädigungsforderungen in sich birgt?"