Jeden zweiten Tag in Bochum im Einsatz

Kampfmittelräumdienst

Eine Bombenentschärfung scheint sich in Bochum an die nächste zu reihen, gefühlt jedenfalls. In diesem Jahr sind bereits sechs Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg im Stadtgebiet entschärft worden. Die Bezirksregierung Arnsberg schickt sogar jeden zweiten Tag Kampfmittelexperten nach Bochum.

BOCHUM

von Von Stefanie Platthaus

, 08.08.2012, 06:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelräumdienst entschärft viele Bomben. Aber die Kampfmittelräumer sind noch weitaus öfter in Bochum unterwegs.

Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelräumdienst entschärft viele Bomben. Aber die Kampfmittelräumer sind noch weitaus öfter in Bochum unterwegs.

Um sich diese Fälle anzusehen, wird der Kampfmittelräumdienst dann immer nach Bochum geschickt. „Es ist besser, sicherheitshalber noch mal hinzusehen“, so Söbbeler. Im Sommer oder bei verstärktem Wohnungsbau werden Bombenfunde verstärkt wahrgenommen. Dass Funde gemeldet werden, ist der eine Weg für den Kampfmittelräumdienst, um Munition aus dem zweiten Weltkrieg zu finden. Der andere Weg ist die systematische Auswertung von Luftbildern und die gezielte Suche nach Bomben.

Denn diese müssen dann erst ausgegraben werden, um herauszufinden, worum es sich handelt. „Es geht darum, sicher zu sein und Sicherheit zu schaffen“, so Söbbeler. Was nach Routine und Alltag klingt, lässt die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes aber keineswegs kalt. Und auch Sprecher Christoph Söbbeler hat eine nüchterne, aber nachdenkliche Sicht auf die Dinge: „Ich finde es erschreckend, dass wir fast 70 Jahre nach dem Krieg immer noch mit den Altlasten leben müssen.“