Jedes Stück eine Schönheit

BÖVINGHAUSEN Auf dem dritten "Markt für schöne Dinge" konnten die Besucher des Industriemuseums Zeche Zollern II/IV am Wochenende "Kunst Hand Werk" erstehen.

von Von Katrin Kandula

, 11.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Jedes Stück eine Schönheit

Schöne Dinge versprach der Kunsthandwerkermarkt auf der Zeche Zollern. Und die Händler hielten das Versprechen.

42 Aussteller präsentierten auf der vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) organisierten Veranstaltung ihre Waren.

Auf der einen Seite spinnt eine Frau gerade Wolle, auf der anderen fallen Accessoires aus kunterbuntem Filz ins Auge. Und daneben stehen aus Holz gefertigte Schalen. Das Material der ausgestellten Artikel ist vielfältig. Zudem sind sie handgemacht und das sind ja oft die hübschesten Objekte.

Schals und Hüte für die kalte Jahreszeit, kunstvolle Pflastersteine für den Garten und viele glitzernde Schmuckstücke für die Dame sind zu sehen.

"Was früher als Handwerksberuf galt, ist hier künstlerisch zu betrachten", sagt Clare Kornrumpf, Mitarbeiterin des Museums. Denn die Alte Werkstatt war nicht nur Ausstellungsraum, in ihr werkelten die Händler tatsächlich.

Entstehungsprozess

Den Entstehungsprozess einer Glasperle konnten Interessierte am Stand von Martina Rittig verfolgen. Konzentriert hält sie das venezianische Glas über den Gasbrenner und zeigt, wie die Farben im Glas zusammenspielen. "Wenn die Kunden sehen, wie viel Arbeit dahinter steckt, können sie auch den Preis nachvollziehen", sagt sie. Aus den mühevoll gefertigten Perlen stellt sie dann eine Kette zusammen, jede ein Einzelstück.

Individuelles bot auch Nicolaas Bekkering, aus Berlin angereist, an seinem Stand an. Mit seiner Frau Susan stellt er Ledertaschen her. "Alle Menschen sind unterschiedlich und zu jedem passt eine andere Tasche", erklärt er. Die Form müsse mit dem Träger harmonieren.

"Es ist spannend, die vielen Unikate zu sehen. Außerdem findet man hier künstlerische Ideen, die man sich vielleicht selbst zum Hobby machen kann", beschreibt Sybille Zacharias aus Münster ihren Eindruck des Marktes.

Die schönsten Dinge sind eben immer noch die selbst gemachten.

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