Jetzt wird's zweitklassig

VfL blickt auf Frankfurt

Das Auftaktprogramm der Saison 2014/15 bescherte dem VfL Bochum und seinen Anhängern schon mehrfach die "gefühlte Bundesliga", wie Peter Neururer es beschreibt. "Da ist es ein Genuss, Fußball zu spielen", sagt der Trainer. Aber was kommt jetzt?

BOCHUM

15.09.2014, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jetzt wird's zweitklassig

Jan Simunek (l), hier im Zweikampf mit Dominic Peitz vom KSC, kann am Samstag eingeplant werden.

Der Genuss wurde noch dadurch verstärkt, dass Neururers VfL in dieser Saison noch kein Pflichstpiel verloren hat und innerhalb dieser Serie auch den "echten Erstligisten" VfB Stuttgart aus dem DFB-Pokal warf. "In dieser Atmosphäre und gegen namhafte Gegner gibt es naturgemäß keine Probleme mit der Eigenmotivation", schildert Bochums Trainer. Schwierig wird es erst, wenn die Rahmenbedingungen daran erinnern, in welcher Liga man sich tatsächlich befindet.

Die Bewährungsprobe diesbezüglich wird am Samstag stattfinden. Dann gastiert der VfL Bochum beim FSV Frankfurt. "Wir spielen beim Tabellenvierzehnten, wahrscheinlich kommen nicht mehr als 5000 Zuschauer und wenn die Spieler an den Stadionrasen denken, verdrehen sie schon die Augen", beschreibt Neururer die alles andere als erstklassigen Umstände, unter denen in der Mainmetropole gespielt werden muss. Und: der VfL kann sich vor seinem Auftritt beim FSV nicht mehr in die Außenseiterrolle zurückziehen. Das ist auch Peter Neururer klar: "Natürlich wird man uns die Favoritenrolle zuschieben. Aber wir stellen auch an uns selber den Anspruch, dort die drei Punkte holen zu wollen."

Höchste Zeit für Heimsieg

Damit erstens die Serie hält und zweitens der VfL nicht unter den unangenehmen Druck gerät, das dann folgende Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf unbedingt gewinnen zu müssen. "Wenn wir immer auswärts gewinnen und zu Hause unentschieden spielen, steigen wir sicher auf", sagt Bochums Trainer, "aber umgekehrt wäre es mir wesentlich lieber. Es wird Zeit, dass wir unseren Fans einen Heimsieg präsentieren."

Samstag gibt es aber erst einmal das Auswärtsspiel, für das der Cheftrainer vermutlich alle Spieler zur Verfügung haben wird. Torhüter Andreas Luthe soll in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und auch Jan Simunek kann nach leichten Hüftproblemen wieder eingeplant werden. Auch Patrick Fabian will nach der Gehirnerschütterung wieder ins Teamtraining einsteigen. Fabian brummte nach dem Zusammenprall mit Reinhold Yabo nicht nur der Schädel, wie er über Twitter selbst mitteilte, wurde auch noch zwei Zähne in Mitleidenschaft gezogen.

 

 

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