Jim Knopf und Urmel zu Gast in Bochum

Ausstellung in Haus Kemnade

Wer erinnert sich nicht an Jim Knopf, Urmel oder den Räuber Hotzenplotz? Jahrzehntelang faszinierten uns diese Stars an den Fäden mit ihren hölzernen Gesichtern. Ab September zeigt das Kulturhistorische Museum Haus Kemnade die Helden der Kindheit in einer Ausstellung: Die Augsburger Puppenkiste.

BOCHUM

08.09.2016, 18:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jim Knopf und Urmel zu Gast in Bochum

Die Marionettenfiguren Lukas der Lokomotivführer (l.) und Jim Knopf.

Viele von uns kennen die Marionetten der Augsburger Puppenkiste noch aus dem Fernsehen. Dennoch sei das Marionettentheater bis heute kein Massenmedium. Es schaffe etwas, was es sonst kaum zu erleben gibt: Intimität. „Das ist eine sehr feine Art des Puppenspiels“, sagt Christoph Schlierkamp vom Kulturbüro und den Kulturhistorischen Museen der Stadt.

Die Figuren der Augsburger Puppenkiste unterhielten lange Jung und Alt. Das haben wir dem Gründer der Augsburger Puppenkiste, Walter Oehmichen, zu verdanken. Der eröffnete im Februar 1948 die Augsburger Puppenkiste. Und auch aus dieser Zeit, sogar aus dem ersten Stück des bekannten Marionettentheaters, wird eine Figur in Bochum zu sehen sein: der Zauberer aus dem Märchen Der gestiefelte Kater.

Jim Knopf in Dauerschleife und bekannte Szenen

In drei Bereiche könne man die Ausstellung unterteilen, verriet Schlierkamp im Gespräch mit unserer Zeitung. Zum einen gibt es Jim Knopf in der Dauerschleife, um das Spiel zu sehen. Dann gebe es Szenen aus bekannten Stücken, die wir aus dem Fernsehen kennen – in den berühmten Puppenkisten. Zum anderen gebe es aber auch einen erwachseneren Bereich. In diesem könne man frei dekorierte Figuren aus den Kabarettdarbietungen des Augsburger Marionettentheaters sehen. Mann könne aber auch anhand von Werkbänken und durch eine in Einzelteile zerlegte Marionette hinter die Kulissen blicken. Dafür darf natürlich auch das berühmte Lummerland nicht fehlen. Das sei viel kleiner als erwartet, sagt Schlierkamp, und „ganz einfach, aber doch effektvoll gemacht.“

Die Ausstellung im Haus Kemnade soll für Fans die Gelegenheit sein, sich die Helden und Schätze der Augsburger Puppenkiste genauer anzusehen – außerhalb des Bildschirms oder des Theaters.

Infos zur Ausstellung
-Die Ausstellung wird Sonntag (11.) um 11 Uhr, im Haus Kemnade, An der Kemnade 10, eröffnet und dauert bis zum 12. Februar 2017.
-Sie ist immer dienstags bis sonntags geöffnet – bis zum 31. Oktober von 12 bis 18 Uhr und ab dem 1. November von 11 bis 17 Uhr. Montags ist das Museum Haus Kemnade geschlossen.
-Der Eintritt ist frei.

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