Joep van Lieshouts Dorf ist herrlich krass

Kunst-Installation an Jahrhunderthalle

Mit so krasser Kunst war der Vorplatz der Bochumer Jahrhunderthalle noch nie bestückt. Zum Festival Ruhrtriennale gehört nämlich nicht nur „Nomanslanding“, sondern auch ein spektakuläres Kunstdorf mit dem Titel „The Good, the Bad and the Ugly“ (Die Guten, die Bösen und die Hässlichen) des Ateliers van Lieshout.

BOCHUM

, 14.08.2015, 15:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kaum zu glauben, was der international bekannte Künstler Joep van Lieshout und sein Team hier gestemmt haben. Die 25 teils riesigen Arbeiten sind herrlich provokativ. Der „Domestikator“ zeigt andeutungsweise, wie ein Mensch ein Tier besteigt. Daneben breitet sich die „Bar Rectum“ in Form eines Darmes aus. Im „Refektorium“ gibt´s fast jeden Abend Programm. Im Inneren des „Hagioscoops“ hängt ein ekliges Gebilde von der Decke. „Tja, das ist ein Mysterium“, sagt der Künstler leise lächelnd auf die Frage, was das sei.

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Die Installation des Ateliers Van Lieshout

Das Festival Ruhrtriennale holt 2015 eine ganz besondere Installation nach Bochum. Die Skulpturen des Ateliers Van Lieshout unter dem Titel "The Good, The Bad and The Ugly" vor der Jahrhunderthalle sind originell und ein bisschen verrückt.
07.08.2015
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Die "Bar Rectum" ist der besondere Hingucker des Projektes. Es handelt sich um das Riesen-Modell eines Enddarmes. © Foto: Jäger
Das Darmstück liegt genau vor der Jahrhunderthalle. © Foto: Jäger
Das Überblicksfoto von der Brücke an der Jahrhunderthalle zeigt die verschiedenen Elemente der Installation "The Good, the Bad and the Ugly". © Foto: dpa
Dieser Kopf ist die eine Hälfte der Arbeit "The Heads, Claudia & Hermann" des Ateliers Van Lieshout. © Foto: dpa
Und dieser Kopf ist die andere Hälfte. © Foto: Jäger
Im "Refektorium" wurde während der Pressekonferenz am 7. August 2015 noch kräftig gearbeitet. Hier werden später 300 Personen hineinpassen.© Foto: Jäger
Besonders skurril sieht diese Arbeit aus. © Foto: Jäger
Auch eine Kuh gibt´s vor der Jahrhunderthalle zu sehen. © Foto: Jäger
In manche der Gebäude wird man hineingehen oder hineinschauen können. Dieses wirkt innen ein bisschen ekelig. © Foto: Jäger

Doch hinter diesen humorvollen und doppelbödigen Arbeiten stecken sehr ernsthafte Fragen. Tut der Mensch der Natur Gewalt an? Was sind die guten und schlechten Seiten des Fortschritts? Auch Kanonen hat der Niederländer gebaut – aus Polyester und als Warnung. Alles extrem sehenswert! Weil die RWE-Stiftung die Aktion bezuschusst, wird es zur Ruhrtriennale 2016 neue, ebenfalls riesengroße Werke zum Thema Mensch und Maschine an derselben Stelle geben.

Bochum, An der Jahrhunderthalle 1, 15.8.2015 bis 26.9.2015, tgl. 13-21 Uhr. Auch außerhalb diese Zeiten kann man sich die Skulpturen von außen anschauen.