Jugendfeuerwehr absolviert große Übung im Vormholzer Wald

VORMOLZ Blut und Wunden waren nur geschminkt, das Geschrei gespielt: In einer groß angelegten Übung im Vormholzer Wald haben sich die Wittener Jugendfeuerwehren auf den Ernstfall vorbereitet. Gemeinsam mit dem ASB und dem THW. Vorbereitungszeit etwa sechs Monate. Etwa 100 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren sind dem Aufruf gefolgt.

von Von Barbara Zabka

, 03.05.2009, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kleine Feuerwehrleute ganz groß.

Kleine Feuerwehrleute ganz groß.

 „Der erste Zug aufsitzen!“, lautet das Kommando. Und schon geht es mit Blaulicht hinein in den Wald. Die jungen Rettungskräfte sind sehr diszipliniert und wissen, was zu tun ist. „Wir haben alle vorher ausführlich geschult, damit kein Trauma entsteht und alle Aktiven eine positive Erfahrung aus der Übung mit nach Hause nehmen. Denn eigentlich ist es ja ein Spiel“, erklärt Andreas Witt. „Alle wissen, was passiert und jeder hat seine Aufgabe.“ Sogar Berufsfeuerwehrchef Hans-Joachim Donner hat den Weg nach Vormholz gefunden. „Das will ich mir nicht entgehen lassen“, sagt er und lacht. „Die Feuerwehr-Jugend muss heute bespielt werden, um später ernste Situationen zu meistern. Spielerisch lernt man in Kindertagen das Meiste.“

Eine richtig nasse Übung mit Wasser und Qualm. Und einem professionellen Behandlungszelt. Die Kinder und Jugendlichen nehmen ihre Aufgaben ausgesprochen ernst. Das Bergen der Verletzten, das Ausrollen der Feuerwehrschläuche klappt hervorragend. Und als es dann heißt „Wasser marsch!“ leuchten so manche Kinderaugen. Nach gut zwei Stunden ist die Übung beendet. Die meisten der kleinen Akteure sind schweißgebadet. Die Einsatzkleidung hat es in sich. Zur Stärkung gibt es kühle Getränke und Leckeres vom Grill. „Die Aktion heute war total cool“, findet der 15-jährige Dennis. Er will später mal ein großer Feuerwehrmann werden.