Jugendfreizeitstätte Aplerbeck ist gerettet

Stadt weiterhin Träger

Drei Jugendfreizeitstätten (JFS) sollten zu Sparzwecken in freie Trägerschaft gegeben werden - das Personal hätte gehen müssen, das Programm hätte sich geändert, Pläne wären gestorben. Doch dieser Vorschlag ist jetzt vom Tisch. Die Bezirksvertretung (BV) Aplerbeck ist erleichtert. Wir erklären die Hintergründe.

APLERBECK

, 21.02.2015, 01:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jugendfreizeitstätte Aplerbeck ist gerettet

Der Schraubenzieher kann in der Tasche bleiben, das Schild bleibt dran. Die Stadt Dortmund wird auch weiterhin Träger der Jugendfreizeitstätte Dortmund sein.

Wie wurde der Vorschlag, die JFS in freie Trägerschaft zu geben, in der BV angenommen?

"Wir haben sofort gesagt, dass wir für diesen Vorschlag keine Perspektive sehen“, sagt Jan Gravert, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksvertretung Aplerbeck. Zusammen mit der Fachfraktion der Sozialdemokraten im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie war man sich einig, gegen diese Vorlage zu stimmen.

Auch Jugendliche hatten spontan protestiert:

Warum wurde der Vorschlag vom Rat über Bord geworfen?

Die Zeichen, dass es zu dieser Entscheidung kommen würde, seien schon zuvor erkennbar gewesen, sagt Renate Thönissen vom Jugendamt: „Die Politik hat sich vor die tolle Arbeit der Jugendfreizeitstätten gestellt und sie als wichtig empfunden." Die Entscheidung fiel am Mittwoch. Betroffen wäre neben Lütgendortmund und Brackel auch die Einrichtung in Aplerbeck an der Schweizer Allee gewesen.

Wie geht die Arbeit in der JFS jetzt weiter?

Alles bleibt beim Alten, das Personal und die städtische Führung. Pläne für 2015, die mit viel Engagement schon gemacht wurden, können ausgearbeitet und durchgeführt werden. Außerdem soll eine Reform des Gesamtsystems der Jugendarbeit her, so Gravert.

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