Jugendliche leben Ökumene in Linden

Gemeinsamer Kreuzweg

Sie tragen ein Holzkreuz. Und sie gehen von Kirche zu Kirche: Jugendliche auf dem Kreuzweg. Mitglieder der katholischen Liebfrauengemeinde, der evangelischen Christuskirche und des Freien Evangelischen Gemeindezentrums Arche gingen am Donnerstag gemeinsam den Kreuzweg durch die Lindener Kirchen.

LINDEN

von Von Daniela Schmidt

, 13.04.2014, 09:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jugendliche leben Ökumene in Linden

Die Christen gingen gemeinsam den Kreuzweg.

Abwechselnd tragen die Jugendlichen ein großes Holzkreuz durch Linden. In jeder Kirche wird Station gemacht. Mitmachen und mitdenken ist angesagt.“ Auch David, Anna, Cornell und Ann-Kathrin sind dabei. Den Jugendkreuzweg haben die Jugendlichen der drei Kirchengemeinden gemeinsam vorbereitet. Sie wünschen sich moderne, frische und gemeinsame Aktionen: Aktionen, die jeder versteht und die anschaulich sind. Auch wenn Kirchen immer wieder durch negative Schlagzeilen von sich reden machen, so steht für Cornell fest: „Es geht um den Glauben und nicht um einzelne Menschen. Auch wenn es schlimm ist, dass ein Teil der Leute es falsch versteht, wäre es für mich kein Grund aus der Kirche auszutreten“, fügt sie hinzu.

Vermehrte Kirchenaustritte und demographischer Wandel lassen die Mitgliederzahlen schrumpfen. Und machen das Thema Ökumene für die Zukunft noch wichtiger, sind sich die Mitglieder der drei Kirchengemeinden einig. „Wir werden immer weniger“, resümiert Maria Daum, „und der Werteverlust in der Gesellschaft ist enorm.“ Vielleicht ist es auch gerade das, was David, Anna, Cornell und Ann-Kathrin so motiviert. Die Suche nach sinnvollen Werten. Nach Gemeinsamkeit und einer modernen, frischen Kirche, die sich und die Türen ihrer Gotteshäuser öffnet. Ohne vehement theologische Diskussionen.

Schlagworte: