Junge (1) schleudert bei Wendemanöver aus dem Auto

Unfall in Bochum

Durch ein Wendemanöver in voller Fahrt hat ein Mann in Bochum sein kleines Kind auf den Asphalt geschleudert. Der anderthalbjährige Junge wurde dabei schwer verletzt. Wie die Polizei berichtet, hatte der 33 Jahre alte Mann am Samstagnachmittag sein Auto mit nicht angepasster Geschwindigkeit um 180 Grad gewendet.

BOCHUM

, 12.04.2015, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Unfall ereignete sich auf der Höntroper Straße. Während des Wendemanövers (einem so genannten "Drift", bei dem der Fahrer absichtlich das Heck ausbrechen lässt) öffnete sich die hintere rechte Tür und das Kind schleuderte bei voller Fahrt auf die Straße. Der Fahrer aus Gelsenkirchen nahm den schwer verletzten, schreienden Jungen auf und setzte ihn in einen Kindersitz auf der Rückbank seines Autos. Das berichteten Zeugen, die den Unfall beobachten konnten. 

Keine Fahrt ins Krankenhaus

Er sagte Passanten, dass er ins Krankenhaus fahren wolle, doch die Polizei stellte ihn später an der Mariannenstraße. Sie sorgte dafür, dass der kleine Junge tatsächlich in die Klinik kam. Zur Beobachtung wurde das Kind stationär aufgenommen, sagte ein Polizeisprecher. Lebensgefahr bestehe aber nicht.

Verdacht auf berauschende Mittel

Dem Vater wurde eine Blutprobe entnommen, das Ergebnis steht derzeit noch nicht fest. Es gebe einen Verdacht auf berauschende Mittel. Sein Auto wurde zur technischen Überprüfung sichergestellt. Ob der Kleine vor dem Zwischenfall vorschriftsmäßig angeschnallt war, konnte die Polizei zunächst nicht feststellen. Gegen den Vater wird nun unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. 

Mit dpa

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