Junge Regisseure machen sich ein Bild von der Welt

39. Duisburger Filmwoche

Eine Frau aus Afrika wird in Berlin operiert und muss in der Fremde klarkommen: "Arlette - Mut ist ein Muskel" (Regie: Florian Hoffmann) heißt der Auftakt-Film der 39. Duisburger Filmwoche, die vom 2. bis 8. November Dokumentarisches zeigt.

DUISBURG

, 21.10.2015, 11:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werner Ruzicka leitet die Duisburger Filmwoche.

Werner Ruzicka leitet die Duisburger Filmwoche.

Die Arbeiten kreisen um Themen wie Migration oder den Wandel von Ideologien. Es sind Beobachtungen aus dem Alltag, die in Zeiten allgemeiner Beschleunigung dem Zuschauer die Chance bieten, "sich ein tieferes Bild von der Welt zu machen", zu einer "Einschätzung und Relativierung" dessen zu kommen, was an Meinung medial auf uns einstürzt, so die Festivalmacher.

Motto: "Ausgänge"

"Ausgänge" ist die 39. Duisburger Filmwoche überschrieben. Eine Familie aus dem Irak hat den Ausgang Flucht genommen. Über die Welt verstreut, versucht sie, Kontakt zu halten: Samirs "Iraqi Odyssey" erzählt von einer Zerreißprobe. Was ist der Kitt, wenn man in Havannas Armenviertel lebt? Annett Ilijews "Somos Cuba" fängt ein Dasein zwischen Mangel und Notgemeinschaft ein.

Jakob Brossmanns "Lampedusa im Winter" ist die Momentaufnahme einer Insel im Dauernotstand. Constantin Wulff hat eine "Insel" besucht, deren Bewohner nicht unbedingt freiwillig dort sind: "Wie die anderen" dokumentiert den Alltag in der Jugend-Psychiatrie. Seelische Nöte, bürokratische Regeln, gestresstes Personal.

Junge Regisseure

Das Festival bietet jungen Regisseuren eine Plattform. Prominentester Gast dürfte Nikolaus Geyrhalter sein, der seinen Film "Über die Jahre" vorstellt. Die Textilfabrik schließt, was kommt nun, fragen sich die Menschen in Niederösterreich. 

Festivalkino ist das Filmforum am Dellplatz. Infos: Tel. (0203) 2834187.

 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt