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Junge Ruhrtriennale am Weltkindertag

Paradies

MITTE Am Weltkindertag treten 120 Schüler und 30 Schauspieler von Theater Total vor der Jahrhunderthalle auf. "Ein Paradies verschenkt - auf Leitersprossen ins gelobte Land" handelt von Siedlern, Engeln und einem Pappelwald...

von Von Daniel Roeschies

, 18.09.2009 / Lesedauer: 2 min
Junge Ruhrtriennale am Weltkindertag

Die Schauspieler von Theater Total sind in dem Stück die Siedler, denen das Paradies gezeigt wird.

Wunderliche Szenen tragen sich vor der Jahrhunderthalle zu. 120 Kinder, eingereiht, dicht nebeneinander stehend. Mit großen weißen Plakaten in den Händen warten sie auf ihr Zeichen. Plötzlich wird die Stille durch einen lauten Schrei durchbrochen. Auf einmal rennt die Horde los.Sonntag, 14 Uhr Was sich wie der Startschuss zu einem Leichtathletik-Wettbewerb anhört, sind in Wirklichkeit Proben für eine Aufführung. "Ein Paradies verschenkt - auf Leitersprossen ins gelobte Land", heißt die Aufführung, die am Sonntag (20.) um 14 Uhr, beim Kinderfest der jungen Ruhrtriennale, vor der Jahrhunderthalle zu sehen sein wird.Vorstellung vom Paradies

Der Beitrag ist Teil des Weltkindertages der jüdischen Kultur. Neben 120 Schülern stehen 30 Schauspieler der Gruppe Theater Total auf der Bühne. Die Schüler, der Matthias-Claudius- und Willy-Brandt-Schule, werden seit Beginn des Schuljahres von Theater Total-Schauspielern unterrichtet. "In dem Stück geht es um die Vorstellung der Kinder vom Paradies", erklärt Tobias Becker von Theater Total. Jedes Kind darf einen der Pappeln vor der Jahrhunderthalle schmücken und so dem Zuschauer die eigene Vision vom Garten Eden vermitteln. Die Dritt- bis Achtklässler spielen Engel.Turmhohe Gerüste

Die Schauspieler stellen Siedler dar. Hier kommt der Bezug zum Judentum ins Spiel. Schwarz gekleidet, bauen sie turmhohe Gerüste aus Holzleitern. Becker: "Die Siedler erinnern an die Reise Abrahams ins gelobte Land." Man könne das Stück auch mit der Staatsgründung Israels vergleichen. Das bleibe dem Zuschauer überlassen, so Becker. Im Laufe der Aufführung kommen die Engel nun aus dem Paradies (Pappel-Wald) um die Siedler ins selbige zu führen. Kopftuch und Hut

Nach der Vorstellung positioniert sich jedes Kind vor der eigens geschmückten Pappel und erklärt den Zuschauern, was es sich unter seinem persönlichen Paradies vorstellt.

So wie das türkische Mädchen Dilara, die ihr Interesse an anderen Kulturen bekunden will, indem sie an ihren Baum ein Kopftuch aber auch einen traditionell deutschen Hut hängen möchte.