Junge Union sieht Neuanfang der CDU in Gefahr

Harsche Kritik

BOCHUM Die CDU kommt einfach nicht zur Ruhe. Seit der verlorenen Kommunalwahl melden sich Mitglieder mit teilweise harscher Kritik. Kurz vor der Wahl des Kreisvorstandes mit geplantem Führungswechsel schlagen wieder einmal die Wogen hoch.

von Von Thomas Aschwer

, 05.02.2010, 23:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreisvorsitzender Klaus Franz zeigte sich am Freitag von der Initiative der JU völlig überrascht.

Kreisvorsitzender Klaus Franz zeigte sich am Freitag von der Initiative der JU völlig überrascht.

"Die JU ist maßlos entsetzt über den blockierten Neuanfang in der CDU" ist eine Pressemitteilung überschrieben. Darin unterstellt die Nachwuchsorganisation "einigen wenigen Granden, dass sie einen Neuanfang unter der Führung von Dr. Christoph Konrad sabotieren." Als Grund werden "persönliche Fehden" vermutet. Die JU fordert den Kreisvorstand auf, "sich dem Votum einer breiten Mehrheit der Kreispartei anzuschließen".Zeitplan nicht eingehalten

Der langjährige Kreisvorsitzende Klaus Franz zeigte sich am Freitag von der Initiative der JU völlig überrascht. Vor allem vor dem

Hintergrund, dass an der Sitzung der Kreisvorstandes am Donnerstag kein Mitglied der Jungen Union teilgenommen habe. Über die Gründe könne er deshalb nur Vermutungen anstellen. So könne ein Beweggrund für die Stellungnahme sein, dass der Zeitplan für die Kandidatennominierung nicht eingehalten worden sei.

Rückzug angetreten Wie Franz erklärt, hätten eigentlich am Donnerstag die Fragen geklärt werden sollen. Weil es aber für den stellvertretenden Vorsitz fünf Bewerber bei drei Plätzen gegeben habe, sei das Thema vertagt worden. Mit Dirk Schmidt hat am Freitag einer der fünf bereits den Rückzug angetreten. Er will nun den zweiten Wattenscheider Bewerber Bezirksbürgermeister Hans Balbach unterstützen. Franz dementierte zugleich, dass eine Gegenkandidatur zu Christoph Konrad gebe. Allerdings gebe es ein Vorschlagsrecht bis zum Parteitag.