Juristischer Streit um "Simba"-Verbot ist beendet

Naturbühne Hohensyburg

Die Naturbühne Hohensyburg ist im juristischen Kampf um die Aufführung des Stücks „Simba – König der Tiere“ aus dem Schneider: Die Auseinandersetzung sei beendet, die Naturbühne müsse kein Bußgeld oder ähnliches zahlen. Die entstandenen Kosten könnte sich der Vorstand vielleicht trotzdem zurückholen.

SYBURG

, 05.08.2016, 13:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Juristischer Streit um "Simba"-Verbot ist beendet

Kein Zähnefletschen mehr: Das Theaterstück "Simba - König der Tiere"darf nicht mehr auf der Naturbühne aufgeführt werden.

Das Ende der juristischen Auseinandersetzung erklärte Elke Eitner, Vorstandsvorsitzende der Naturbühne, am Freitag auf Anfrage. Es gelte nun folgende Vereinbarung: Die Naturbühne darf das Stück, wie bisher schon bekannt, nicht mehr aufführen und weiterhin nicht verraten, mit wem sie die Auseinandersetzung hatte.

Im Juli hatte die Naturbühne bekannt gegeben' tag=', „Simba“ wegen eines Rechtsstreits vorzeitig abzusetzen. Nach unserer Recherche sprach alles dafür, dass der Disney-Konzern den Streit angestrengt hatte, weil er sein Urheberrecht an dem Stück verletzt sah. Die Naturbühne muss nun ihre Anwaltskosten und den Vorstellungsausfall kompensieren.

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Trotzdem: „Ein positives Ergebnis“, sagte Eitner am Freitag. Denn lange Zeit schien es wahrscheinlich, dass der juristische Gegner eine hohe Entschädigung verlangen würde. Als Konsequenz aus der Erfahrung sagte Eitner: „Das war das erste Mal, dass wir ein Stück von einem freien Autor gespielt haben. Das werden wir nicht noch einmal tun.“

Der Vorstand der Naturbühne erwägt nun, wegen der entstandenen Verluste vom Autor des Stücks, Robert Hesse von der Waldbühne Hamm-Heessen, Schadensersatz zu fordern. Hesse hatte das Stück gegen Geld an mehrere Freiluftbühnen ausgeliehen, obwohl er offensichtlich die rechtliche Situation nicht abgesichert hatte.

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