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Kahlschlag „Am Gardenkamp“ schockiert die Baroper

Widerstand wächst

BAROP Nach dem Kahlschlag in Fauna und Flora für den Bau der Straße „Am Gardenkamp“ in Barop regt sich Widerstand in dem Stadtteil. Massiver Widerstand, der das längst beschlossene Projekt stoppen soll.

von Von Peter Bandermann

, 29.07.2009
Kahlschlag  „Am Gardenkamp“ schockiert die Baroper

Kahlschlag für den Straßenbau: Diese Schneise führt 2011 direkt zur Universität.

Till-Henning Andersen ist 37 Jahre alt und genauso lange ein Baroper. Was die Stadt mit der Abholzaktion in seinem Heimatdorf angerichtet hat, kann er nicht fassen: „Die Wucht, mit der hier vorgegangen wird, ist unglaublich. Noch vor wenigen Tagen habe ich mit meinen Kindern die Fauna und Flora beobachtet – jetzt stehe ich am Zaun und blicke auf eine kahle Schneise, in der vorher die Bäume im vollen Saft standen und Vögel brüteten.“

Andersen gehörte zu den bislang stillen Kritikern des Straßenprojekts. Das Vorgehen der Stadt erinnert ihn an die Zeichentrickserie „Als die Tiere den Wald verließen“: Fuchs, Dachs, Eule, Schlange, Reiher, Igel und Kröte flüchten vor den Baggern, die in kürzester Zeit ihr Revier vernichten.  Till-Henning Andersen ist überzeugt davon, dass viele Baroper, die noch aus dem Urlaub zurückkehren, geschockt reagieren werden. Und Widerstand formieren. Er selbst will jetzt Vorbereitungen treffen. Das Straßenbauprojekt ist vom Rat der Stadt zwar längst beschlossen worden und die Baufirmen setzen die Pläne jetzt um, doch der 37-jährige Baroper will nicht mehr still halten und alle Hebel in Bewegung setzen.

Auch, weil allgemein anerkannt sei, dass der Bau der neuen Hauptverkehrsstraße zwischen Stockumer Straße und Uni „absolut sinnlos“ sei. Die hätte nicht nur den Verkehrsfluss für die neue Straße, sondern auch die Entwicklung des Verkehrs ohne den Gardenkamp-Bau berechnen müssen. 

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