"Kaltes Herz": Theater für Patienten in Lütgendortmund

LÜTGENDORTMUND Die Mitarbeiter des Wohn- und Pflegezentrum Santa Barbara ermöglichen den Bewohnern mit der Aufführung des Stücks „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff eine Verbesserung der Wohnanlagen: Durch den Erlös der dreitägigen Veranstaltung erhält das Wohnheim eine elektrische Türöffnungsanlage.

von Ruhr Nachrichten

, 24.01.2009, 06:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Mitarbeiter des Wohn- und Pflegezentrums St. Barbara spielten Theater. Dem Publikum gefiel das Schauspiel »Das kalte Herz« sehr gut.

Die Mitarbeiter des Wohn- und Pflegezentrums St. Barbara spielten Theater. Dem Publikum gefiel das Schauspiel »Das kalte Herz« sehr gut.

Das Stück handelt von Peter Munk, gespielt von Kai Knies und Thorben Peschel, der mit Hilfe der beiden Waldgeister Holländer Michel (Marius Kuck) und Glasmännlein (Sophie Götz) aus der Armut ausbrechen will. Von dem Traum von Reichtum besessen, erfährt Peter in sich eine Wandlung, denn der Holländer Michel verlangt für seine Hilfe Peters Herz und setzt ihm stattdessen einen kalten Stein in die Brust.

Dreimal "Vorhang auf" Dreimal hieß es „Vorhang auf“ für die Mitarbeiter, die „alles selber gestalteten.“, so Ursula Peschel, die Leiterin der Wohn- und Pflegeeinrichtung. „Von der Vorbereitung, über das Casting bis zur Regie haben die Mitarbeiter neben ihrer Aufgabe der Altenpflege mitgeholfen.“ Das Stück sorgte bei Darstellern und Publikum für große Begeisterung. Auch die Geschäftsführerin des Wohn- und Pflegezentrums Santa Barbara, Brigitte Skorupka, war überrascht, „dass die Mitarbeiter und vor allem die jungen Leute so gute schauspielerische Leistung bringen können.“Zufriedene Zuschauer Und auch die Zuschauer waren zufrieden. „Man hat gemerkt, dass die Darsteller auf jeden Fall Spaß hatten.“, sagt Sarah Heidenreich. „Man konnte sehen, dass sie große Mühe und sehr viel Liebe in die Umsetzung des Stückes gegeben haben!“, sagt sie nach der Aufführung. Trotz kleiner Textunsicherheiten, verloren das Stück und vor allem die Darsteller nicht an Charme und Sympathie. Die Bewohner der Einrichtung werden sich über die neue elektrische Türöffnungsanlage freuen, die nicht nur durch die Einnahmen des Kartenverkaufs, sondern auch durch den Pausenverkauf mit Kaffee und Kuchen, aber auch durch den Verkauf von Schals und Mützen, sowie selbst gebastelten Sachen finanziert wird. 

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