Kammermusiktage auf dem Hohenstein: Klanggemälde mit brutzelnder Bratwurst

WITTEN Alte Klaviere und Brunnenlieder auf dem Hohenstein – die Tage für neue Kammermusik des WDR sorgen in diesem Jahr für spektakuläre Aktionen. Gleich zum Auftakt am Freitag, 24. April, locken Landschaft, Klang und Bilder ins Grüne. Der Eintritt ist frei.

von Von Susanne Linka

, 19.03.2009, 07:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Matthias Kaul wird eine kulinarische Horchsituation schaffen, indem er Bratwürstchen grillt und das Geräusch mit mitgebrachten Klängen kombiniert. Auf der Wiese vor Haus Hohenstein präsentieren Stephan Meier und Oliver Schneller ihre Musik für vier Bläser und vier Schlagzeuger. Die Instrumentalisten verteilen sich dabei um das Publikum herum. Ein klingendes Landschaftsbild für sechs Trompeten lässt Daniel Ott am Berger Denkmal erstehen. Mit Blick aufs Ruhrtal lauscht das Publikum dem Klangbild, das Musiker im Tal ergänzen sollen.

Hugues Dufourt steht beim Dialog Porträt am Samstag im Mittelpunkt. Der französische Komponist, der den Begriff der „musique spectrale“ geprägt hat, wird ab 11 Uhr in einer Art Talkshow im Haus Hohenstein Rede und Antwort stehen. Dann erklingt seine Komposition „Rastlose Liebe.“ Beim Auftaktkonzert am Freitag im Saalbau (20 Uhr) erklingt seine Musik neben der von Misato Mochizuki und Francois Sarhan.  Der Vorverkauf für die sechs Konzerte und das Dialog-Porträt (5 Euro) läuft ab sofort an der Saalbaukasse: 10 Euro pro Konzert, 40 Euro fürs Festival, Tel. (02302) 5 81 24 41.