«Kann ein Bart länger sein»?

10.07.2007, 11:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Langendreer Der Konter ließ nicht lange auch sich warten. Nachdem die Junge Union Kritik am Bahnhof Langendreer geübt hat (wir berichteten), meldete sich gestern Gerd Spieckermann.

«Hurra, es gibt sie doch noch! Und sie haben sogar einen ausgesprochen smarten Vordenker: Die Junge Union Bochum taucht mitsamt ihres Kreisvorsitzenden Christopher Becker wie Phönix aus der Asche auf und setzt, wie nicht anders zu erwarten, innovative und zukunftsweisende Themen:

Linksextreme, autonome Gewalttäter, Krawallmacher, Demokratiefeinde im Bahnhof Langendreer! Bei solch einem Publikum wird dann natürlich auch die Überprüfung der Finanzierung des Bahnhofs gefordert! Kann ein Bart eigentlich länger sein.» Inhaltlich verweist Spieckermann auf die Ziele der Veranstaltung.

Es gehe um die Ergebnisse des Gipfels und deren Bewertung, über Aktionsformen der Gipfelgegner und das Vorgehen der Polizei und der Bundeswehr und über die anstehenden Gerichtsverfahren gegen DemonstrantInnen. Darüber werde berichtet und diskutiert.

Zudem seien die Organisatoren der Meinung, dass der «Rechtsstaat eher in Heiligendamm unter die Räder gekommen ist. Denn wir haben uns in den letzten Wochen gefragt: Tornadoflüge der Bundeswehr, um Demonstranten zu fotografieren - war da nicht was mit dem Grundgesetz? (...)» Und so hinterfragt Spieckermann das Demokratieverständnis und die Debattenkultur der JU. Der Veranstaltung am 13. Juli wünscht er viele BesucherInnen, erhellende Informationen und kontroverse Diskussionen und nicht zuletzt, wie es sich für ein Fest gehört, viel Spaß.

Beim Thema Finanzierung betont der Bahnhof, dass die Stadt den Betrieb mit 310 100 Euro fördert. Dazu kommen weitere 33 200 Euro für Investitionen. Mit Blick auf die Verwendung der Mittel empfiehlt er einen Blick in den Jahresbericht des Zentrums.