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Kaspers Kampf gegen Probleme

MARTEN Puppentheater haben es nicht einfach. Da ist die Suche nach geeigneten Plätzen, da sind aber auch Anwohner, die sich beschweren, dass das Zelt auf einer Wiese aufgebaut wird, auf der Hunde regelmäßig ihr Geschäft machen, so dass die kleinen Zuschauer womöglich direkt mit dem Kot der Vierbeiner in Berührung kommen könnten.

von Von Arndt Brede

, 02.10.2007
Kaspers Kampf gegen Probleme

<p>Die fabelhafte Welt des Kasper. Für Hasso (l.) und Oskar Kaselowskys ist sie das Zuhause. RN-Fotos Brede</p>

Eines von nicht wenigen Problemen, mit denen Oskar und Hasso Kaselowsky auch in Marten zu kämpfen haben, wo die kleine Puppentheaterbühne noch bis heute gastiert. In der Grünanlage Marten zwischen Martener- und Steinhammerstraße. In der Tat ein beliebter Auslauf für Vierbeiner. "Aber Hundekot werden Sie in unserem Zelt nicht finden", versichert Hasso Kaselowsky, Seniorchef des Unternehmens. Er zeigt auf Matten unter den Stuhlreihen, die die Schuhe der Besucher trocken halten sollen. Und Sohn Oskar ergänzt: "Ich habe die ganze Wiese extra abgesucht." Überhaupt nehmen die Kaselowskys viele Mühen auf sich, um die Zuschauer zufrieden zu stellen: Anträge bei der Stadt, Zeltaufbau und, und, und...

Und eine gute Resonanz kann ihnen niemand garantieren: "Das Geld sitzt nicht mehr so locker, seit der Euro da ist", sagt Hasso Kaselowsky. Der 70-Jährige kennt bessere Zeiten: "Früher hatten wir zwischen 70 und 80 Kinder pro Vorstellung, heute sind es bis zu 30." Reich werden geht anders.

Dennoch: "Es ist halt unser Beruf", gibt er sich optimistisch. Kann er auch, denn im Zeitalter des Computers in jedem Kinderzimmer hat der Kasper nichts an Faszination verloren: "Die Kinder kommen immer noch gern. Und Erwachsene finden hier ihre Kindheit wieder. Auch wenn unsere Geschichten gewaltfreier sind als früher, als das Krokodil noch ordentlich eins auf den Kopf gekriegt hat. Das würde heute als Tierquälerei ausgelegt."

Aber genug Stoff für gute Geschichten haben die Kaselowskys garantiert. Da lohnt es sich auch schon mal, bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung zu warten. So wie Claudia Prein und ihre sechsjährige Tochter Sarah. Die Kleine möchte endlich rein. Warum? Sarah sieht den Fragesteller an, als ob er vom Mond kommt: "Weil die so lustig sind." Was sonst?

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