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Katholisches Klinikum streicht Stellen

01.02.2019 / Lesedauer: 2 min
Katholisches Klinikum streicht Stellen

Das St.-Marien-Hospital Lünen und das St.-Christophorus-Krankenhaus bilden das Katholische Klinikum Lünen/Werne. Clemens Galuschka ist neuer Geschäftsführer. Foto Quiring-Lategahn (A) © Quiring-Lategahn

Wenn jemand schwer krank wird oder vielleicht sogar operiert werden muss, kommt er ins Krankenhaus. Dort kümmern sich Ärzte und Pflegekräfte darum, dass der Patient wieder gesund wird. Das kostet Geld. Nicht nur die Mitarbeiter müssen bezahlt werden, auch die Anschaffung wichtiger Untersuchungsgeräte ist teuer. Weil die Medizin fortschrittlicher wird, gibt es immer neue Apparate. Gebäude, Verpflegung, Organisation - das alles kostet. Die Krankenkassen bezahlen für die Behandlung der Patienten Geld. Sie rechnen pro Fall ab. Das nennt man Fallpauschale. Doch manchmal kommen Krankenhäuser damit nicht aus. Dann machen sie Schulden. Das St.-Marien-Hospital Lünen und das St.-Christophorus-Krankenhaus Werne gehören zusammen zum Katholischen Klinikum Lünen/Werne (KKLW). Dort gibt es jetzt einen neuen Geschäftsführer. Der heißt Clemens Galuschka. Er ist auch Geschäftsführer der St.-Lukas-Gesellschaft mit Sitz in Castrop-Rauxel. Dazu gehören drei weitere Krankenhäuser. Der neue Geschäftsführer sagt, das KKLW muss wieder raus aus den Schulden. Dazu will er einiges verändern. Arbeitsabläufe sollen so gestaltet werden, dass sie einfacher werden. Von 1400 Vollzeitstellen sollen 60 eingespart werden. Der Geschäftsführer will das so regeln, dass es keiner entlassen wird, sondern dass Stellen wegfallen, wenn jemand beispielsweise in Rente geht. Außerdem sollen die beiden Krankenhäuser Schwerpunkte setzen: Danach wird das St.-Marien-Hospital mit seinen Spezialabteilungen vor allem besonders schwer kranke Menschen versorgen. Das St.-Christophorus-Krankenhaus kümmert sich um Patienten, denen es nicht so dramatisch schlecht geht. Das soll aber auch Abteilungen haben, in denen sich Kranken von außerhalb speziell behandeln lassen. Mit dieser Strategie und einer stärkeren Zusammenarbeit mit Häusern der St.-Lukas-Gesellschaft will Galuschka es schaffen, dass die Kliniken wirtschaftlich arbeiten.

Magdalene Quiring-Lategahn