Kaum kostenfreie Pendlerparkplätze in Witten

Zu hohes Verkehrsaufkommen

Autofahrer in Witten finden nur schwer einen kostenfreien Tagesparkplatz. Zumal der von der Stadt nach wie vor angepriesene Platz längst stillgelegt ist.

INNENSTADT

von Von Julia Schemmer

, 04.01.2011, 15:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Obwohl seit 2008 still gelegt, ist die Fläche an der Dortmunder Straße nach wie vor als Tagesparkplatz ausgewiesen. Der Hinweis »Parken auf eigene Gefahr« wirkt angesichts des Zustands der Fläche wie blanker Hohn.

Obwohl seit 2008 still gelegt, ist die Fläche an der Dortmunder Straße nach wie vor als Tagesparkplatz ausgewiesen. Der Hinweis »Parken auf eigene Gefahr« wirkt angesichts des Zustands der Fläche wie blanker Hohn.

Gut, dass die Stadt auf ihrer Internetseite und in der Broschüre „Parken in Witten“ über die Parkmöglichkeiten detailliert informiert. Der Autofahrer ersieht, wo er wie lange und für wie viele Gebühren parken kann. Auch einen kostenfreien Pendlerparkplatz preist die Stadt Witten an: den Tagesparkplatz an der Dortmunderstraße/Ecke Ardeystraße. Befahrbar ist dieser aber nicht. "2008 kam der Verdacht auf, dass dort Bomben liegen“, weiß Jochen Kompernaß, Pressesprecher der Stadt. "Wir haben die Fläche genau überprüft und festgestellt, dass unter dem Parkplatz eine meterdicke Betonplatte liegt, die nur mit einem wahnsinnigen finanziellen Aufwand aufgebrochen werden könnte. Wenn dort Blindgänger liegen sollten, geht keine akute Gefahr von ihnen aus. Da der Parkplatz aber eine Verdachtsfläche ist, haben wir ihn stillgelegt.“

Kompernaß versprach, den Pendlerparkplatz an der Dortmunder Straße aus dem Internetauftritt und der Broschüre herauszunehmen, "damit niemand mehr umsonst dort hinfährt“. Einen alternativen Pendlerparkplatz plant die Stadt allerdings nicht. "Es gibt innerstädtisch kostenfreie Parkplätze, aber die muss man lange suchen“, gibt Kompernaß zu. "Autofahrer können zum Beispiel am Parkplatz Saalbau parken, eine Monatskarte kostet 25 Euro.“

Wem das zu viel ist, der muss sein Auto dann weiter außerhalb abstellen und einen Fußmarsch in Kauf nehmen. Laut Stadt sind nicht die fehlenden Parkplätze, sondern die vielen Autos das Problem. Kompernaß: "Das Verkehrsaufkommen hat sich in den letzten Jahren massiv erhöht. Alle in Witten zugelassenen Autos würden nicht mal mehr auf die Wittener Straße passen. Andere Städte haben im Übrigen dieselben Probleme mit innerstädtischen Parkplätzen.“