Kein Spiel statt Geisterspiel

15.03.2020, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Teams kämpfen um den Ball. Aber dort wo sich sonst im Stadion die Fans drängeln, um Tore zu sehen, ist niemand. Keiner jubelt, keiner stimmt Fangesänge an, niemand schwenkt die Fahnen seines Vereins. Solche merkwürdigen Geisterspiele erlebten zuletzt mehrere Bundesliga-Vereine. Erst am vergangenen Mittwoch hatte Borussia Mönchengladbach den 1. FC Köln zuhause mit 2:1 geschlagen – und das ohne einen einzigen Zuschauer im Stadion.

Mit Spielen ohne Zuschauer wollen die Klubs verhindern, dass sich das neue Coronavirus weiter ausbreitet. Die Menschen sollen davor geschützt werden, sich anzustecken. Schließlich kommen in einem Stadion Tausende Leute zusammen und stehen dann auch dicht beieinander.

Doch auch mit den Geisterspielen in der ersten und zweiten Bundesliga ist ab sofort Schluss. Das entschied die Deutsche Fußball Liga am Freitag. Bis zum 2. April sollen keine Partien stattfinden.

Die Spielzeit vorzeitig ganz beenden, will die Liga aber jetzt noch nicht. Denn die Vereine verlieren viel Geld, wenn keine Spiele mehr stattfinden, etwa weil sie keine Eintrittskarten mehr verkaufen und Spiele nicht mehr im Fernsehen gezeigt werden. dpa