Kein Streik, aber Klageverfahren bei Outocumpu

Stahlwerk soll schließen

Nach der Vorlage der Schließungspläne für das Bochumer Werk des finnischen Edelstahlherstellers Outokumpu ruhte die Produktion zeitweise an dem Standort. Einen Streik soll es zunächst nicht geben, ein Klageverfahren soll hingegen eingeleitet werden.

BOCHUM

von Andrea Wellerdiek

, 02.10.2013, 12:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kein Streik, aber Klageverfahren bei Outocumpu

Das Werk der ehemaligen ThyssenKrupp-Edelstahltochter Inoxum in Bochum wurde vom finnischen Edelstahlkonzern Outokumpu übernommen. Dieser plant vor dem Hintergrund hoher Verluste ein vorzeitiges Aus für sein Bochumer Stahlwerk.

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ThyssenKrupp-Demo

Gegen den Verlust tausender Arbeitsplätze sind am Freitag rund 4000 Demonstranten durch die Bochumer Innenstadt gezogen. Sie zeigten Flagge für die Edelstahlsparte Inoxum, Beim Branchenprimus droht die Fusion mit dem finnischen Konkurrenten Outokumpu.
27.01.2012
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Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern von ThyssenKrupp die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern von ThyssenKrupp die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit.© Foto: Aschwer
Trillerpfeifen, Fahnen und Kappe: Die Metaller kämpfen um den Erhalt des Bochumer Werkes.© Foto: Aschwer
Bernd Eichler, Hauptkassierer der IG Metall, kündigte einen harten Kampf an.© Foto: Aschwer
Bernd Eichler, Hauptkassierer der IG Metall, kündigte einen harten Kampf an.© Foto: Aschwer
Die Beschäftigten von ThyssenKrupp wehren sich gegen den Abbau der Arbeitsplätze in Bochum.© Foto: Aschwer
Der Bochumer Betriebsratsvorsitzender von Nirosta Frank Klein übte heftige Kritik am Management und an der Bundesregierung.© Foto: Aschwer
Wie immer bei der IG Metall war für die Verpflegung gesorgt.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind sauer auf ThyssenKrupp.© Foto: Aschwer
Die Bochumer IG Metall-Bevollmächtigte Ulrike Kleinebrahm erwartet harte Verhandlungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Der Bochumer Betriebsratsvorsitzender von Nirosta Frank Klein übte heftige Kritik am Management und an der Bundesregierung.© Foto: Aschwer
Tausende zeigten sich am Freitag mit den Stahlarbeitern solidarisch.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Stahlarbeiter in Bochum zeigten bei einer Mahnwache Flagge.© Foto: Tobias Nordmann
Gegen den Abbau von mindestens 500 Stellen demonstrierten die Arbeiter.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Die Beschäftigten von ThyssenKrupp wehren sich gegen den Abbau der Arbeitsplätze in Bochum.© Foto: Thomas Aschwer
Schlagworte Bochum

Nach der Bekanntgabe der vorzeitigen Schließung stellte das Bochumer Werk am Mittwoch die Produktion ein. In dieser Zeit wendete sich der Betriebsrat und die IG Metall an die Belegschaft. „Wir mussten den Kollegen erklären, dass wir Vertrauen hatten in eine faire wirtschaftliche Prüfung und dass uns diese Grundlage jetzt entzogen worden ist. Darauf werden wir reagieren. Wir haben Tarifverträge. Es wäre ein Gesichtsverlust, wenn diese aufgelöst werden würden“, sagt Frank Klein, Betriebsratvorsitzender bei Outokumpu.

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ThyssenKrupp-Demo

Gegen den Verlust tausender Arbeitsplätze sind am Freitag rund 4000 Demonstranten durch die Bochumer Innenstadt gezogen. Sie zeigten Flagge für die Edelstahlsparte Inoxum, Beim Branchenprimus droht die Fusion mit dem finnischen Konkurrenten Outokumpu.
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Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern von ThyssenKrupp die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern von ThyssenKrupp die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit.© Foto: Aschwer
Trillerpfeifen, Fahnen und Kappe: Die Metaller kämpfen um den Erhalt des Bochumer Werkes.© Foto: Aschwer
Bernd Eichler, Hauptkassierer der IG Metall, kündigte einen harten Kampf an.© Foto: Aschwer
Bernd Eichler, Hauptkassierer der IG Metall, kündigte einen harten Kampf an.© Foto: Aschwer
Die Beschäftigten von ThyssenKrupp wehren sich gegen den Abbau der Arbeitsplätze in Bochum.© Foto: Aschwer
Der Bochumer Betriebsratsvorsitzender von Nirosta Frank Klein übte heftige Kritik am Management und an der Bundesregierung.© Foto: Aschwer
Wie immer bei der IG Metall war für die Verpflegung gesorgt.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind sauer auf ThyssenKrupp.© Foto: Aschwer
Die Bochumer IG Metall-Bevollmächtigte Ulrike Kleinebrahm erwartet harte Verhandlungen.© Foto: Aschwer
Die Metaller sind kampfbereit und fordern die Einhaltung der Vereinbarungen.© Foto: Aschwer
Der Bochumer Betriebsratsvorsitzender von Nirosta Frank Klein übte heftige Kritik am Management und an der Bundesregierung.© Foto: Aschwer
Tausende zeigten sich am Freitag mit den Stahlarbeitern solidarisch.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Stahlarbeiter in Bochum zeigten bei einer Mahnwache Flagge.© Foto: Tobias Nordmann
Gegen den Abbau von mindestens 500 Stellen demonstrierten die Arbeiter.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Rund 4000 Demonstranten kamen in der Bochumer Innenstadt am Freitag zusammen.© Foto: Tobias Nordmann
Die Beschäftigten von ThyssenKrupp wehren sich gegen den Abbau der Arbeitsplätze in Bochum.© Foto: Thomas Aschwer
Schlagworte Bochum

Zunächst war eine Wirtschaftlichkeitsprüfung für 2015 angesetzt, um danach zu entscheiden, wie es für das Werk weitergeht. Auch die Standortsicherung bis 2016 wackelt gewaltig. Deshalb wollen einige Mitarbeiter die Arbeit niederlegen. „Wer nicht streikt, der erreicht nichts. Wenn das Werk schließen sollte, wäre das der Untergang. Ich habe mich mit dieser Firma identifiziert“, sagt Veysi Toku.

Einen Streik wenden die Verantwortlichen zunächst ab. „Wir streiken erst dann, wenn ein Streik sinnvoll ist. Unsere Position ist, dass wir einen Tarifvertrag haben. Das heißt, da gibt es weder eine Verhandlung drüber, noch einen Streik“, sagt Eva Kerkemeier und weiter: „Auch hier haben wir Arbeitsverträge. Und es ist nur eine Ankündigung. Es passiert hier erstmal niemanden etwas.“ Ein Zeichen setzt das Bochumer Werk damit, die Produktion für zwei Tage zu drosseln. Am kommenden Donnerstag ruft der Betriebsrat zu einer außerordentlichen Belegschaftsversammlung auf.