Keine öffentlichen Toiletten an der Hohensyburg

Beliebtes Ausflugsziel

Ärger bei den Ausflüglern: Wer in diesem Jahr zur Hohensyburg kommt, der hat ein Problem. Wegen des nasskalten Winters können hunderte Besucher, die an Wochenenden dorthin pilgern, keine Toiletten aufsuchen – auch wenn das Bedürfnis noch so dringend ist.

SYBURG

27.04.2011, 20:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Keine öffentlichen Toiletten an der Hohensyburg

Umringt von Bäumen und Ruinen: Das öffentliche Toilettenhäuschen auf der Hohensyburg ist schon lange geschlossen.

"Ich bin davon ausgegangen, dass die Toiletten schnell wieder geöffnet werden", erzählt Ulrich Breer, Mitglied der Syburger Interessengemeinschaft (SIG). Breer erlebt in letzter Zeit als Chef des Hotel Sunshine, das am Fuße der Syburg liegt, häufig, dass viele Wanderer, Radfahrer und Spaziergänger in seinem Hause vorbeischauen und darum bitten, auf die Toilette gehen zu können. Auch bei seinen Gastronomie-Kollegen fragen Touristen immer öfter nach, ob sie deren stilles Örtchen benutzen dürfen. "Wenn sich dieser Zustand nicht bald ändert, wollen wir nachhaken", versichert das SIG-Mitglied.

Einen "Ansturm" am Ruhetag erlebte das Casino Hohensyburg am Karfreitag, als nach Angaben eines Sprechers zahlreiche Syburg-Besucher auf die Klos der Spielbank wollten. Nicht immer fragen die Ausflügler in den Restaurants und Gaststätten nach. Einige suchen lieber das Gebüsch auf, um ihr Geschäft zu verrichten: in manchen Sträuchern hängen benutzte Taschentücher, Urinspuren sind an den Ruinenwänden zu sehen.

Ulrich Breer appelliert deshalb an die Stadtverwaltung: "Wenn man über eine öffentliche Toilette verfügt, muss sie auch funktionsfähig sein." – eine Meinung, mit der viele Touristen zur Hohensyburg pilgern.

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