Keine Zentrums-Waren auf Wickmann-Gelände

Rat bleibt fest

ANNEN Obwohl Grundeigentümer Michael Schöpke mit einer Klage gedroht hat, bleibt der Rat bei seiner Linie: Auf dem früheren Wickmann-Gelände zwischen der Westfalen- und der Annenstraße sollen auch künftig keine zentrumsrelevanten Waren angeboten werden.

von Von Susanne Linka

, 08.12.2009, 06:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Veränderungssperre für das Wickmann-Gelände ist Montag im Rat bestätigt worden.

Die Veränderungssperre für das Wickmann-Gelände ist Montag im Rat bestätigt worden.

Das bedeutet eine endgültige Absage an noch nicht ganz begrabene Pläne, dort auch Elektronik-Artikel, Textilien, Bücher oder Schuhe zu verkaufen. Mit großer und eindeutiger Mehrheit bescheinigten die Politiker am Montag Stadtbaurat Markus Bradtke, dass die von der Verwaltung eingeschlagene Linie richtig ist: "Wir dürfen die Stadtzentren nicht ausfransen lassen", hatte er noch einmal an die Ratsmitglieder appelliert, bevor sie dann bei der anschließenden Abstimmung die Weichen stellten."Zentren vor Fehlentwicklungen schützen"

"Wir müssen die Zentren vor Fehlentwicklungen schützen", hatte Dr. Uwe Rath diesem Kurs für die SPD beigepflichtet. Auch die aktuelle Rechtsprechung zu solchen Fragen zeige, "dass es dazu keine Alternative gibt".

Für die CDU stellte Arnulf Rybicki fest, dass die Weichenstellung für das Annener Gelände letztlich nur der Endpunkt einer Entwicklung sei, zu der seine Partei stehe: "Die Fläche auf dem ehemaligen Wickmann-Gelände ist inzwischen größtenteils mit Betrieben bebaut, die wir an dieser Stelle für richtig halten." Das Angebot zentrumstypischer Sortimente gehöre nicht dazu.Klageweg ist noch offen

Lediglich das Technische Rathaus, fügte er mit Blick auf den Mangel an Gewerbeflächen hinzu, hätte er lieber an anderer Stelle gesehen. Ob der Investor nun tatsächlich seine Klage einreicht, stand am Montagabend noch nicht fest. Aus seinem Umfeld war zu hören, dass dafür noch Abstimmungsgespräche nötig sind.