Kinder wegen kritischem Gesundheitszustand von „Sea-Watch 3“ geholt

Seenotrettung

Die deutsche Seenotrettungsorganisation Sea-Watch ist seit einigen Tagen wieder im Einsatz. Einige gerettete Menschen, darunter Kinder, mussten vom Rettungsschiff an Land gebracht werden.

Rom

01.08.2021, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Seenotrettungsschiff „Sea-Watch 3“ ist seit einigen Tagen im Mittelmeer im Einsatz.

Das Seenotrettungsschiff „Sea-Watch 3“ ist seit einigen Tagen im Mittelmeer im Einsatz. © Selene Magnolia/Sea-Watch/dpa

Die italienische Küstenwache hat mehrere Menschen wegen ihres schlechten Gesundheitszustands vom privaten Seenotretter-Schiff „Sea-Watch 3“ geholt.

Stunden zuvor habe die Sea-Watch-Crew Hilfe von Malta und Italien angefordert, teilte die in Berlin ansässige Organisation Sea-Watch in der Nacht zu Samstag (31.7.) mit. Unter den sechs Personen seien auch Kinder gewesen, hieß es.

Einige hätten demnach Verbrennungen am Körper. Das Team der „Sea-Watch 3“ hatte am Freitag und in der Nacht zu Freitag fast 100 Bootsmigranten im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet.

175 Menschen an einem Tag gerettet

Derzeit operieren auch die „Ocean Viking“ der privaten Organisation SOS Mediterranee und die „Astral“ der freiwilligen Helfer von Open Arms im Mittelmeer. Die „Ocean Viking“ kam am Samstagmorgen (31.7.) nach eigenen Angaben mehr als 50 Menschen in der libyschen Such- und Rettungszone zu Hilfe, die mit ihrem Schlauchboot in Seenot geraten waren.

Unter den Menschen waren demnach Frauen und Kinder. Die meisten von ihnen stammten aus Kamerun und Ghana. Am Mittag und Nachmittag retteten die freiwilligen Helfer in zwei Einsätzen fast 120 Menschen. Insgesamt seien nun ungefähr 175 Bootsmigranten an Bord des Schiffs.

Im zentralen Mittelmeer treffen die Organisationen immer wieder auf Flüchtlinge und Migranten, die in oft überfüllten Booten die EU erreichen wollen. Die Ziele der Menschen, die meist von Tunesien oder Libyen aus ablegen, sind oft Italien oder Malta.

dpa

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