Kinderfilm mit viel Retro-Charme

"Das kleine Gespenst"

Kein Hip-Hop, kein Handy. Kein „krass“, kein „cool“ und andere Gimmicks, mit denen viel zu viele Kinderfilme krampfhaft dem Zeitgeist hinterherhecheln. Nun datiert Otfried Preußlers „Das kleine Gespenst“ von 1966, dass aber die Verfilmung ganz ohne trendigen Schnickschnack auskommt, ist nicht selbstverständlich.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 13.11.2013, 19:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das "Kleine Gespenst" schwebt ins Kino.

Das "Kleine Gespenst" schwebt ins Kino.

Ein Wunsch geht in Erfüllung. Uhrmacher Zifferle (Herbert Knaup) stoppt das Rathaus-Chronometer und verstellt den „Bio-Rhythmus“ des Nachtschwärmers: Der wird nun mittags wach, schwarz gefärbt dazu! Das gibt Trubel, mittendrin der junge Karl (Jonas Holdenrieder), der sich mit dem Geist angefreundet hat ... Das Gespenst ist im Rechner animiert, beseelt wird es durch blaue Kulleraugen und die Stimme von Anna Thalbach. Es tummelt sich in einem Sujet mit heimeligem Retro-Charme. Der Ton ist gemütlich burlesk und naiv, geschmacklich wird nicht überzuckert.

Jenseits der üblichen Wertungen liegt die Qualität des Films im Atmosphärischen: So wie hier fühlt sich eine behütete Kindheit an. Selten zu finden im Kino.

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