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17.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bochum "Viel Zeit für Änderungen haben wir nicht mehr und Experimente können wir uns drei Tage vor der Abreise zur Meisterschaft nicht erlauben", sagt Tono Kirschbaum, Cheftrainer der Leichtathleten des TV Wattenscheid 01.

Heute stellt sich das Wattenscheider Team, das zur Deutschen Meisterschaft am Wochenende in Erfurt reisen wird, in den Räumen des Sponsors Stadtwerke vor.

TV 01-Sportwart Michael Huke, zur aktiven Zeit selbst ein Sprinter mit europäischem Format: "Von Erfurt wollen wir als bester Verein abreisen. Das heißt, es müssen viele Titel und gute Platzierungen her."

Auf zwei gemeldete Athleten wird man in Erfurt verletzungsbedingt verzichten müssen. Kugelstoßer Detlef Bock (Platz sechs in der deutschen Bestenliste) war intern für einen Platz auf dem Treppchen vorgesehen. Auch Dreispringer Konstantin Gens (Platz fünf in der Bestenliste) wurde hoch bewertet, denn er liegt nur 80 Zentimeter hinter dem führenden Lewis aus Leverkusen. Hinter zwei Damen steht ein leichtes Fragezeichen. Sprinterin Sina Schielke hat Fußprobleme und Mittelstrecklerin Kerstin Werner ist mit einer Grippe außer Gefecht.

Schon jetzt gibt es das große Rätselraten um 10 000-m-Europameister Jan Fitschen. Der will bei der Weltmeisterschaft in Osaka (25. August bis 2. September) die 5000 Meter laufen, hat aber noch keine Norm. Nach seinem Höhentraining in St. Moritz versucht er es mit 1500-m-Aufbauläufen, aber das funktionierte nicht. Mit Sondergenehmigung startet er in Erfurt, denn über 1500 Meter hat er keine DM-Norm vorzuweisen. Klappt es in Erfurt, dann soll am 28. Juli in Belgien die 5000-m-WM-Norm geknackt werden.

Hilfe für Fitschen

Gedanken über Jan Fitschen machen sich auch die Läuferkollegen. Alexander Lubina, der von der Langstrecke auf den Marathon umsteigt, auf die Frage, ob er in Belgien für Jan Fitschen den "Hasen" spielen kann: "Sicher kann ich Tempo machen und nach der Hälfte der Strecke rechts raus. Jetzt, bei der DM, ist nichts möglich. Ich habe keine Norm und Jan geht auf die kurze Strecke."

Titelverteidiger im Speerwurf ist Christian Nicolay. Im vergangenen Jahr siegte er in Ulm mit 83,72 Metern. Momentan rangiert er in der Jahresbestenliste mit 79,58 Metern auf Platz sechs. Christian Nicolay, der in Koblenz von Peter Lieser trainiert wird, hofft, dass ihm beim nationalen Saisonhöhepunkt, wie in den vergangenen zwei Jahren, vielleicht doch der große Wurf gelingt. Ein Sieg mit WM-Norm (81 Meter): "Ich habe in den letzten vier Wochen alles dafür getan."