Kirchderner Tierfreunde sammeln Unterschriften

Tierhaltung

KIRCHDERNE Nahezu 1000 Unterschriften haben die Tierschützer gesammelt, um ein Verbot der schlechten Haltung auf einer Koppel in der Nähe der B236n zu erreichen.

von Von Uwe Brodersen

, 03.02.2010, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

In einer Protestaktion trafen sich aufgebrachte Bürger und die Tierschutzorganisation Arche90 an dem Stall. Ihr Ziel: Der Besitzerin sollte jegliche Tierhaltung untersagt werden.

In einer Protestaktion trafen sich aufgebrachte Bürger und die Tierschutzorganisation Arche90 an dem Stall. Ihr Ziel: Der Besitzerin sollte jegliche Tierhaltung untersagt werden.

Auch an die Harpen AG wollen sich die Tierschützer wenden, damit diese der Eigentümerin das Grundstück kündigt. Die Amtstierärzte kamen allerdings nach ihrer Prüfung vor Ort zu dem Ergebnis, dass die Tierhaltung zu tolerieren sei.

Der gleichen Meinung wie die Tierschützer ist hingegen die Bezirksvertretung (BV) Scharnhorst. Raphael Frebel, Bezirksvertreter von Bündnis90/Die Grünen, berichtete, dass bereits elf Kontrollen des heruntergekommenen Stalls durchgeführt worden seien. Es liege dort auch viel Müll herum. Außerdem sei die Rede davon, dass die Besitzerin Mietschulden habe. Die Tierhaltung dort sei eindeutig nicht zu tolerieren. "Wann sollen wir denn eingreifen, wenn nicht jetzt?" fand Frebel.

Verwaltungsstellenleiterin Marion Hardt erklärte der BV, dass diese überhaupt nicht eingreifen dürfe. Ihre Rechtsstellung sei hier schwach. Frebels Vorstoß stehe auf der Tagesordnung der Sitzung als Bitte an die Verwaltung um Stellungnahme.

Es sei keine Gefahr im Verzug, außerdem entscheide die Verwaltung selbst über den Fall. Das Stadtteilparlament könne die Verwaltung lediglich auffordern zu handeln. "Ob sie das dann tut, ist ihre Sache", stellte Marion Hardt klar.

Dennoch sandte die Bezirksvertretung einstimmig das Signal an die Verwaltung, die Tierhaltung dort zu verbieten.

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