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Kirchengemeinde in Wattenscheid plant neues Gemeindezentrum

Neue Alte Kirche

Das Gemeindezentrum im Ludwig-Steil-Haus ist marode, eine Sanierung zu kostspielig. Daher fasst die evangelische Kirchengemeinde einen ambitionierten Plan: Ein komplett neues Gebäude rund um die Alte Kirche.

BOCHUM

von Von Tim Stobbe

, 13.12.2012 / Lesedauer: 2 min
Kirchengemeinde in Wattenscheid plant neues Gemeindezentrum

Das Modell des neuen Gemeindezentrums sieht den kompletten Erhalt der Alten Kirche vor, ebenso soll das gesamte Gelände eine grüne Insel in Wattenscheids Stadtzentrum bleiben.

Schon lange stehen die denkmalgeschützte Alte Kirche, das alte Pfarrhaus und das Martin-Luther-Haus am Alten Markt ungenutzt da. Doch ab dem nächsten Jahr soll neues Leben auf das Kirchengelände einziehen. Die ev. Kirchengemeinde plant dort ein vollkommen neues Gemeindezentrum – barrierefrei, energetisch hochwertig und offen nicht nur für geistliche Angelegenheiten. „Wir möchten ein soziokulturelles Zentrum mit geistlicher Mitte schaffen“, erklärt Pfarrer Frank Dressler. Auch ein Grund für die zentrale Lage mitten am Alten Markt.

Mit der sanierten Kirche, die zugleich auch flexibel als größter Gemeindesaal genutzt werden soll, entstünde ein offener Raum mit großem Foyer, mit dem Pfarrer Dressler künftig auch eine Belebung des Stadtzentrums ins Auge fasst: „Offene Cafés, Kunst und Kultur – all dies hätte dort einen angemessenen Rahmen.“ Der gesamte Neubau soll weiterhin inmitten einer grünen Insel stehen, allerdings bloß eingeschossig. „So soll die Prominenz der historischen Kirche erhalten bleiben“, erklärt Architekt Gido Hülsmann.

Doch noch ist es ein weiter Weg bis zum Baubeginn. Der Entwurf steht, erste Gutachten in Sachen Denkmalschutz, Grünflächen und Böden werden bald erstellt. Die Finanzierung muss allerdings auch noch von der zuständigen Landeskirche in Bielefeld bewilligt werden. Doch Pfarrer Dressler ist zuversichtlich: „Wir befinden uns in allen Angelegenheiten in Gesprächen. Und diese verlaufen positiv.“

Als Baubeginn ist der Herbst 2013 angesetzt. Fertig gestellt sein soll alles dann im Herbst 2014 – noch pünktlich zum 400-jährigen Bestehen der Gemeinde. Der insgesamt 650 Quadratmeter große Bau soll nicht mehr als zwei Millionen Euro kosten, wovon allein 700.000 Euro für die Sanierung eingeplant sind.