Kita West wartet auf "Kibiz"

MARTEN Die Kindertagesstätte "Kita Dortmund-West" hat frisch renovierte Räume, die Kinder fühlen sich wohl. Was die Freude trübt: Keiner weiß so genau, wie viele Mädchen und Jungen ab August von wie vielen Erzieherinnen betreut werden.

von Von Arndt Brede

, 07.02.2008, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das neue Kinderbildungsgesetz (Kibiz) tritt dann zwar in Kraft, "aber es fehlen uns Informationen, wie genau es in unserer Einrichtung weiter gehen soll", sagt Leiterin Michaela Jubelius.

Denn ob die Kita statt der bisher 17 Kinder künftig 18 Kinder aufnehmen darf oder aber die Zahl der Mädchen und Jungen auf 15 sinken muss, sei ebenso ungewiss, wie die künftige Personalstärke. Was eben von der Kinderanzahl abhänge.

Bisher arbeiten zwei Vollzeit- und eine Teilzeiterzieherin, eine Vollzeit-Ergänzungskraft sowie eine Praktikantin im Anerkennungsjahr in der Kita in der Froschlake. "Die Zeit läuft uns weg", erklärt Michaela Jubelius.

Hände gebunden

Thomas Wawrzynek, beim Jugendamt zuständig für die Bedarfsplanung für die Betreuung von Kindern, erklärt im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten, dem Jugendamt seien zurzeit noch die Hände gebunden, wenn es darum geht, den Einrichtungen Planungssicherheit zu geben: "Bis zum 15. März müssen wir dem Land die Höhe der Betriebskostenzuschüsse melden. Das ist aber ein Verfahren, das Bearbeitungszeit in Anspruch nimmt." Bei der Kita West komme hinzu, dass sie 18 Kinder aufnehmen möchte. "15 Kinder sind die Norm", sagt Wawrzynek, " da müssen wir natürlich auch mit dem Landesjugendamt abstimmen, ob es überhaupt für eine erhöhte Kinderzahl eine Betriebserlaubnis erteilt." Hinzu komme, dass es zwar Ausführungsbestimmungen für das Kibiz gebe, aber noch viele Fragen offen geblieben seien. Wie zum Beispiel nach der Höhe der künftigen Mietpauschale oder der Personalstärke.

Keine angenehme Situation also, auch nicht für die Kita West. Umso erfreulicher, dass die Elterninitiative Unterstützung heimischer Firmen erhalten haben.

Mit Sachspenden und Arbeitsleistungen im Gesamtwert von rund 4000 Euro wurden Räume gestrichen, mit Teppich und Parkett ausgelegt. Und auch Linoleum gehörte zu den Spenden. Auch die Eltern trugen mit Eigenleistungen dazu bei, dass die Räume noch freundlicher geworden sind.

 

Schlagworte: