Kitas müssen Buch führen über die Anwesenheit der Kinder

WITTEN Etwas irritiert sind die Mitarbeiter der Kindergärten. Sollen sie doch den ganzen November über genau Buch führen über die Komm-und-Geh-Zeiten jedes einzelnen Kindes. Sie vermuten Misstrauen der Politiker in Sachen Betreuungszeiten.

von Von Lisa Timm

, 26.11.2008, 06:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tizian, Corik, Lukas und Maik beim Spielen im Kindergarten.

Tizian, Corik, Lukas und Maik beim Spielen im Kindergarten.

Eltern gehen auf Nummer sicher Das Land NRW hatte bei Einführung des Kinderbildungsgesetzes (Kibitz) mit dem neuen Abrechnungsmodus nicht damit gerechnet, dass die Eltern überwiegend das „45-Stunden-Rundum-Sorglos-Paket“ buchen würden. „Aber gerade das garantiert den Eltern maximale Flexibilität“, so Sudek. „Zumal sie sich ja für ein ganzes Jahr im Voraus festlegen müssen und so automatisch auf Nummer sicher gehen.“ Er fürchtet jetzt, dass seiner Einrichtung künftig weniger Geld zur Verfügung stehen könnte. Denn sollten die Anwesenheitslisten weniger Stunden verzeichnen als beantragt wurden, komme das Land womöglich zum Schluss, der Bedarf sei gar nicht so hoch.Eine Studie über nur einen Monat ist nicht repräsentativ Auch Claudia Zimmer vom städtischen Kindergarten Durchholz ist die Überprüfung nicht ganz geheuer. Sie kritisiert das völlig unzureichende Zeitfenster von nur einem Monat. „Es gibt so viele unterschiedliche Anlässe, dass Kinder ihre gebuchten Zeiten nicht voll ausschöpfen können. Ein Monat ist da gar nicht repräsentativ.“ Jugendamtsleiter Harald Hermann bestätigt, dass nachgehakt werden soll, wie die Betreuungszeiten tatsächlich aussehen, denn die Landesmittel reichen nicht aus. „Das Land vermutet, dass die Einrichtungen die 25-Stunden-Betreuung zu wenig oder gar nicht angeboten haben“, sagt er.

Eltern gehen auf Nummer sicher Das Land NRW hatte bei Einführung des Kinderbildungsgesetzes (Kibitz) mit dem neuen Abrechnungsmodus nicht damit gerechnet, dass die Eltern überwiegend das „45-Stunden-Rundum-Sorglos-Paket“ buchen würden. „Aber gerade das garantiert den Eltern maximale Flexibilität“, so Sudek. „Zumal sie sich ja für ein ganzes Jahr im Voraus festlegen müssen und so automatisch auf Nummer sicher gehen.“ Er fürchtet jetzt, dass seiner Einrichtung künftig weniger Geld zur Verfügung stehen könnte. Denn sollten die Anwesenheitslisten weniger Stunden verzeichnen als beantragt wurden, komme das Land womöglich zum Schluss, der Bedarf sei gar nicht so hoch.Eine Studie über nur einen Monat ist nicht repräsentativ Auch Claudia Zimmer vom städtischen Kindergarten Durchholz ist die Überprüfung nicht ganz geheuer. Sie kritisiert das völlig unzureichende Zeitfenster von nur einem Monat. „Es gibt so viele unterschiedliche Anlässe, dass Kinder ihre gebuchten Zeiten nicht voll ausschöpfen können. Ein Monat ist da gar nicht repräsentativ.“ Jugendamtsleiter Harald Hermann bestätigt, dass nachgehakt werden soll, wie die Betreuungszeiten tatsächlich aussehen, denn die Landesmittel reichen nicht aus. „Das Land vermutet, dass die Einrichtungen die 25-Stunden-Betreuung zu wenig oder gar nicht angeboten haben“, sagt er.