Klares Nein zur Erweiterung der OW III a

Bürgerprotest

Auf mächtigen Gegenwind stößt die von der Landesregierung weiterhin priorisierte Erweiterung der OW III a. Viele betroffene Bürger aus Wickede und Asseln äußerten ihren Unmut über das Projekt im Rahmen der Protestveranstaltung der Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ (BISuF) am Pleckenbrink.

WICKEDE

von Von Felix Püschner

, 13.11.2011, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Bürger sind gegen die Erweiterung der OW III a. Innerhalb nur einer Stunde hatten sich 450 Bürger während einer Protestaktion in Wickede in die entsprechenden Unterschriftenliste eingetragen.

Viele Bürger sind gegen die Erweiterung der OW III a. Innerhalb nur einer Stunde hatten sich 450 Bürger während einer Protestaktion in Wickede in die entsprechenden Unterschriftenliste eingetragen.

Für den Mitgründer der Bürgerinitiative ein klares Signal an die Politik. „Das zeigt doch, dass es viele Bürger gibt, die die Erweiterung nicht wollen. Vielleicht schaffen wir es ja auf diese Weise, dass das Projekt wieder aus der Prioritätenliste heraus fällt“, so Roggenbach. Immerhin poche man auf Seiten der Bürgerinitiative bereits seit mehreren Jahren auf die Erstellung eines Umweltverträglichkeits-Gutachtens, bei dem auch eine alternative Lösung zur Verkehrsentlastung des Hellwegs überprüft werden könnte – in Form einer Umgehungsstraße südlich des Hellwegs. Schließlich stelle der Bereich im Norden mit dem Pleckenbrinksee und dem Wickeder Ostholz ein ökologisch noch wertvolleres Gebiet dar, wie Roggenbach betonte. Zudem würde eine OW III a-Anbindung der momentan gering frequentierten Straßen wie dem Pleckenbrink oder der Eichwaldstraße letztere stark belasten, worunter nicht nur die Anwohner, sondern auch die Flora und Fauna zu leiden hätten. Ähnlich sieht das auch Heinz Heitland von der Arbeitsgemeinschaft für Amphibien- und Reptilienschutz (AGARD): „Ich kann nicht verstehen, dass uns die Bezirksvertretung erst Geld für die Installation von Nistkästen zur Verfügung gestellt hat und man die Tiere nun durch die Zerstörung des Freiraums gefährdet.“

Betroffen wären nach Angabe des Naturschützers nicht nur Greifvögel, sondern auch unzählige Amphibien und Reptilien. Bestürzt reagierte auch Bärbel Beuermann beim Blick auf den Freiraum, der künftig von der OW III a zerschnitten werden könnte. Die Landtagsfraktionsvorsitzende der Linken empfahl den Mitgliedern der BISuF, sich in einem offenen Brief an den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Landtag zu wenden. Zudem wolle sie persönlich im Landtag auf das Problem aufmerksam machen. Bei Claudia Plieth (Grüne) hält sich die Hoffnung auf ein politisches Umdenken hingegen in Grenzen: „Ich hoffe, dass sich der Weiterbau zumindest noch lange in die Zukunft verschieben lässt und erwarte aus Düsseldorf ein eindeutiges Zeichen.“ 

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