Klartraum

Olga Flor

Einen ungewöhnlichen Liebesroman hat Olga Flor mit „Klartraum“ verfasst. Dabei ist es weniger die Geschichte, sondern vielmehr die Erzählweise, die nicht alltäglich ist.

12.09.2017, 14:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit Glück, Verlust, Möglichkeit und Komik sind die Kapitel überschrieben, und ihre Figuren erhalten keine ganzen Namen, nur einen Buchstaben gesteht die Autorin ihnen zu.

P (wie Protagonistin) wird von ihrer „Lebensliebe“ A (wie Antagonist) verlassen. Er ist verheiratet, hat Kinder, will seine Frau nicht verlassen und arbeitet an seiner Karriere. P wiederum reicht der Status als zweite Frau in ökonomisierten Zeiten nicht wirklich. Sie erinnert sich an nette Begebenheiten, an leidenschaftliche Treffen. Es geht um das Begehren und das Leiden an der Liebe.

Olga Flor beschreibt diese Beziehung als eine Art Verhandlungssache – ohne jegliche Sentimentalitäten. Vielleicht etwas lang geraten, aber dennoch lesenswert.

Olga Flor: Klartraum, 272 S., Jung und Jung, 23 Euro, ISBN 978-3-99027-097-7.