Kleine Feier dank Sven Kreyer

2:1-Sieg über Cottbus

Gellende Pfiffe zur Pause, Begeisterung beim Abpfiff. Mit einem mühsam erkämpften 2:1-Sieg über den Tabellenletzten Energie Cottbus hat der VfL Bochum am Sonntagnachmittag wohl den entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Als Mann des Spiels durfte sich der eingewechselte Sven Kreyer feiern lassen.

BOCHUM

13.04.2014, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Torschütze Sven Kreyer (links) jubelt mit Abwehrchef Marcel Maltritz über das Ausgleichstor. Dabei blieb es nicht. Richard Sukuta-Pasu schoss noch das Siegtor.

Torschütze Sven Kreyer (links) jubelt mit Abwehrchef Marcel Maltritz über das Ausgleichstor. Dabei blieb es nicht. Richard Sukuta-Pasu schoss noch das Siegtor.

Dass sich der VfL Bochum beim Abpfiff der umsichtig leitenden Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus plötzlich mit nunmehr 37 Punkten auf Tabellenplatz elf wiederfand, war nach dem Auftritt in den ersten 45 Minuten nicht zu erwarten. "Unsere Leistung in der ersten Hälfte war katastrophal", nahm Peter Neururer später kein Blatt vor den Mund. "Unsere Fans hätten normalerweise unter Schock stehen müssen, Gott sei Dank haben sie uns im zweiten Durchgang aber weiter fantastisch unterstützt."

Den VfL früh gestört

Energie Cottbus suchte seine vermutlich letzte Chance auf den Klassenerhalt nicht nur mit diszipliniertem und kompakten Defensivspiel. Die Lausitzer störten - wann immer sich die Gelegenheit bot - früh die Bochumer Angriffsbemühungen und erarbeiteten sich dadurch einige Möglichkeiten. Charles Takyi nutzte in der 28. Minute seine Chance mit der Konsequenz, die man sich von den Gastgebern gewünscht hätte. Der VfL kam überhaupt nicht ins Spiel und hatte Glück, dass Cottbus nicht mit einem möglichen 2:0-Vorsprung in die Kabine ging.

Neururer musste sich sammeln

In den Katakomben musste sich Bochums Trainer nach eigenen Worten "kurz unter Kontrolle bringen, was mir echt schwer gefallen ist". Dann nahm sich Neururer seine Kicker vor und legte zunächst einmal die Auswechselung von Christian Tiffert fest, für den Sven Kreyer ins Spiel kam. Es war letztendlich der Impuls, mit dem die Bochumer noch das Spiel zu ihren Gunsten drehten. Tiffert musste im übrigen aus dem Team, weil Neururer nicht gefiel, wie er sich auf dem Platz präsentierte und verkaufte. "Da hätte es auch noch zwei oder drei andere treffen können", so der VfL-Trainer, der sein Kontingent aber so früh nicht ausschöpfen wollte.

Schon die ersten Aktionen von Regionalligaspieler Sven Kreyer deuteten die Richtung an, in die es nun für den VfL gehen sollte. Und spätestens mit seinem Ausgleichstor im Anschluss an eine Ecke dreht sich die Begegnung. In dem Maß, in dem der VfL nun zulegte, ließ Cottbus nach. Kreyer war auch indirekt am Siegtor beteiligt. Cottbus' Jurica Buljat lief den VfL-Angreifer im Strafraum grundlos um. Den fälligen Strafstoß verwandelte Richard Sukuta-Pasu mit seinem sechsten Saisontor zum Endergebnis.Auf Tabellenplatz elf

Mit nunmehr sieben Punkten aus den letzten drei Spielen und dem Sprung auf Tabellenplatz elf kann der VfL Bochum langsam mit den Planungen für die Zweitliga-Spielzeit 2014/15 beginnen. Die Beteiligten wollten diese Fakten jedoch nicht zu euphorisch bewerten. "Wir sind noch nicht durch", trat VfL-Kapitän Andreas Luthe auf die Bremse. "Ich hätte schon gerne die 40 Punkte auf dem Konto. Aber wir haben ja auch noch ein paar Spiele."

Das nächste am Ostermontag (21.) beim 1. FC Köln, der dann den Aufstieg in die 1. Liga feiern möchte. Dazu schickt Peter Neururer schon mal eine Ansage in die Domstadt: "Wir haben keine Lust, für die Kölner am Montag die Feier zu organisieren."