Kleine Käfer, großes Problem

08.08.2019, 17:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nordkirchen. In den Wäldern in der Region gibt es viele verschiedene Bäume. Nicht alle gehören aber wirklich hier hin. Würde es den Menschen nicht geben, würden die Wälder zum größten Teil aus Eichen bestehen. Nadelbäume wie die Fichte ist hier eigentlich nicht heimisch. Trotzdem gibt es Fichten.

Vor 100 bis 150 Jahren hat der Mensch Fichten im Münsterland gepflanzt. Die Bäume sind eigentlich sehr robust und genügsam. Der Grund, Fichten hier zu pflanzen, hat nichts damit zu tun, dass die Bäume besonders schön sind. Sie wurden gepflanzt, weil das Holz benötigt wurde. Auch heute noch ist Fichtenholz gefragt. Es wird zum Beispiel genutzt, um Dachstühle zu bauen. Also die Grundlage für Dächer, unter anderem von Einfamilienhäusern.

Allerdings geht es den Fichten sehr schlecht. Durch den Klimawandel sind die Sommer zu warm geworden und Borkenkäfer nisten sich unter der Baumrinde ein. Dadurch sterben die Bäume nach und nach ab. Ein Mittel gibt es dagegen nicht.

Allerdings stecken in den Waldböden noch so viele Fichtensamen, dass neue Bäume nachwachsen werden. Ganz verschwinden wird die Fichte aus dem Münsterland also nicht. Karim Laouari